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Für einen achtsamen Medienkonsum musst du dich selbst in deinem Umgang mit Medien beobachten. Wo tun Medien dir gut und wo lenken sie dich eher ab und stören deinen Alltag? Im Folgenden findest du einige Tipps, die dir helfen können, bewusster mit Medien umzugehen.

Bei achtsamem Medienkonsum geht es darum, Medien so zu nutzen, dass sie deinen Alltag positiv unterstützen. Das kann Einfluss auf organisatorische Prozesse haben, aber auch das persönliche Gefühlsmanagement betreffen. Achtsamer Medienkonsum bedeutet, in jedem Moment auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und sich nicht von Bewertungen oder anderen äußeren Umständen, wie zum Beispiel Medien, ablenken zu lassen. Welche Auswirkungen das konkret auf den Umgang mit Medien hat, kann sehr individuell sein.

Im Folgenden findest du einige Tipps, die dir zu einem achtsameren Medienkonsum verhelfen können:

  • Digitale Geräte zeitlich und räumlich begrenzen: Denk mal darüber nach, welche Geräte welche Funktion für dich erfüllen und wann sie dich von dem ablenken, was du eigentlich tun möchtest. Vielleicht möchtest du dann dein Smartphone über Nacht aus dem Schlafzimmer entfernen und einen anderen Wecker verwenden oder die Spielekonsole aus dem Arbeitszimmer ins Wohnzimmer verlagern. Du kannst auch die Bildschirmzeit an deinen Geräten begrenzen und dir in den Einstellungen deines Android-Geräts unter Digital Wellbeing sowie an deinem iPhone unter Bildschirmzeit Zeitbegrenzungen setzen. Auch Apps wie Instagram, TikTok und YouTube bieten die Möglichkeit, dich an Pausen zu erinnern. Apps wie Forest helfen dir, den Fokus zu bewahren, längere Zeit am Stück nicht auf dein Smartphone zu schauen, wenn du eigentlich gerade Zeit mit anderen Dingen verbringen möchtest.
  • Nudges abstellen: Medien sind häufig so gestaltet, dass du dich möglichst lange mit ihnen beschäftigen möchtest und es dir schwer gemacht wird, aufzuhören. Dazu geben sie dir Anstupser, sogenannte Nudges. Es gibt aber verschiedene Einstellungen, mit denen du dagegenwirken kannst: Deaktiviere App-Benachrichtigungen in den Einstellungen deines Smartphones für Apps, die dich häufig ablenken. Stelle AutoPlay aus, sodass nach einem Video in YouTube oder Netflix nicht direkt das nächste beginnt. Deaktiviere Benachrichtigungen für sehr aktive WhatsApp-Gruppen.

Entfolge Profilen auf Social Media, die dir ein schlechtes Gefühl geben. Einige Menschen neigen auch dazu, keine Nachrichten mehr zu konsumieren, weil die Flut an negativen Nachrichten sie überfordert. Entscheide dich lieber für ein vertrauenswürdiges Nachrichtenmedium, das zu dir passt. Du kannst zum Beispiel einen Podcast abonnieren, der täglich nur die zwei wichtigsten Nachrichten zusammenfasst, oder nur morgens Zeitung lesen, damit du abends nicht ins Grübeln kommst. Mehr Tipps dazu findest du auch hier.

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