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Sexting kann eine sehr schöne und intime Sache sein, es gibt auch einige Gefahren und Risiken. Sexting kann mit folgenden Tipps sicherer werden.

Wir können und wollen euch nicht von Sexting abhalten. Ihr müsst entscheiden, ob ihr diesen Schritt gehen wollt und Nacktbilder von euch über das Internet versenden möchtet. Wenn ihr aber Sexting betreibt, solltet ihr euch der Risiken bewusst sein. Denn egal wie sehr ihr der Person vertraut, der ihr eure Nacktfotos schickt und egal ob ihr diese über Snapchat oder WhatsApp verschickt - die Gefahr, dass eure Fotos im Internet landen oder in der Freundesgruppe verbreitet werden, bleibt bestehen. Wir geben euch hier ein paar Tipps, wie ihr bei Sexting safe bleibt:

  • Weniger Körper, weniger Risiko: Wenn ihr weniger von euch zeigt, bringt ihr euch auch weniger in Gefahr. Auch Bilder, auf denen nicht alle Körperteile abgebildet sind, können erotisch sein und wer nicht alles zeigt, bleibt interessanter.
  • Kein Gesicht zeigen: Fotografiert euch so oder bearbeitet eure Bilder so, dass man euer Gesicht nicht erkennen kann. Sollte das Bild ohne dein Einverständnis weiterverbreitet werden, ist das zwar trotzdem nicht schön, aber man wird euch nicht erkennen können.
  • Lieber zeigen statt senden: Ja, wir wissen, dass das dann kein Sexting per Definition mehr ist, aber wenn ihr die Bilder auf dem Handy behaltet und sie bestimmten Leuten zeigt, behaltet ihr die Kontrolle über die Bilder und die Gefahr minimiert sich.
  • Sucht euch genau aus, wem ihr die Bilder schicken wollt: Vertrauen ist bei Sexting das A und O. Sucht jemanden aus, bei dem ihr euch denkt, dass diese Person behutsam mit euren Bildern umgeht. Macht auch klar, dass sie nicht an andere geraten sollen.
  • Löscht alte Bilder: Wenn ihr eure Fotos mit der Empfängerin oder dem Empfänger zusammen auf beiden Smartphones löscht, geht ihr auf Nummer sicher, dass das Foto nicht an Dritte gelangt.
  • Nur weil der Inhalt verschwindet, ist er noch lange nicht gelöscht: Auch wenn ihr Fotos von Plattformen löscht oder sie sich wie bei Snapchat oder WhatsApp von selbst löschen, sind sie nicht unbedingt weg. Die Fotos können noch auf den Servern der Anbieter liegen oder die Empfänger können Screenshots von selbstlöschenden Inhalten machen. Sei dir also dem Risiko von Sexting bewusst und beherzige die anderen Tipps.
  • Das Alter beachten: Pornografische Aufnahmen von Kindern unter 14 Jahren gelten als Kinderpornografie und dürfen nicht hergestellt, besessen oder weitergeleitet werden. Pornografische Aufnahmen von Jugendlichen ab 14 Jahren bezeichnet man als Jugendpornografie. Auch hier kann die Herstellung, der Besitz und Weiterleitung strafbar sein. Ausnahmen sind Aufnahmen von Jugendlichen über 14 Jahren, wenn sie von einem selbst sind und der einvernehmliche Austausch zwischen zwei mündigen Jugendlichen zum persönlichen Gebrauch stattfindet.

Wenn ihr diese Tipps beachtet, seid ihr auf der deutlich sichereren Seite. Dennoch besteht immer noch ein Restrisiko und selbst wenn ihr alle diese Tipps befolgt, ist Sexting noch nicht zu 100 % sicher. Macht euch das bewusst, bevor ihr Sexting betreibt.

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