Frage:Antwort:

Sie verwenden beispielsweise emotionale Sprache, reißerische Behauptungen oder Schuldzuweisungen.

Verbreiter von Desinformation machen sich verschiedene redaktionelle Stilmittel zunutze:

  • Für Desinformationen werden oftmals veröffentlichte Nachrichten aus den Massenmedien sehr eindimensional dargestellt.
  • Desinformationen nutzen eine emotionalisierte Sprache. Oft werden Ereignisse viel dramatischer, als sie es tatsächlich sind, dargestellt und somit skandalisiert.
  • Es werden Zweifel an seriösen Medien verbreitet. So wollen Verbreiter von Desinformationen eine Meinungshoheit erreichen.
  • Eigene Beweise werden geliefert, um die Glaubwürdigkeit der Nachricht zu erhöhen. Das sind oftmals Verlinkungen zu unseriösen Medien.
  • Den seriösen Medien und der Politik wird Vertuschung vorgeworfen. Dadurch soll das Vertrauen erschüttert werden.
  • Es werden Horrorszenarien beschrieben, die angeblich auf jeden Fall so eintreten und besonders tragisch sein werden. Diese reißerischen Behauptungen bringen den Desinformationen mehr Aufmerksamkeit und Reichweite.
  • In vielen Desinformationen wird außerdem anderen Personen die Schuld an einem Ereignis zugeschoben. So wird auch oftmals eine Person benannt, an der sich der ganze Unmut Luft machen kann. Dabei werden die Motive dieser Person zusätzlich abgewertet.

Durch die häufige Verwendung solcher Stilmittel werden diese leicht wiedererkannt und das führt dazu, den Desinformationen zu vertrauen und Denkprozesse anzuregen .

Daher musst du selbst immer wieder Informationen überprüfen und hinterfragen. Wie du Desinformationen erkennen kannst, kannst du hier nachlesen.

Wer im Netz publiziert, muss sich unter bestimmten Voraussetzungen an journalistische Standards halten.

Für TV, Radio und die Internetangebote der Presseverlage ist dies schon lange gesetzlich festgelegt und wird von den Landesmedienanstalten und dem Deutschen Presserat kontrolliert. Neu ist seit November 2020, dass auch weitere Online-Medien journalistische Sorgfaltspflichten beachten müssen. Das gilt insbesondere für solche Internetangebote, die journalistisch-redaktionell gestaltet sind, regelmäßig Nachrichten oder politische Informationen enthalten und geschäftsmäßig angeboten werden (§ 19 MStV). Im Merkblatt "Journalistische Sorgfalt" in den Online-Medien der Medienanstalten sowie im Pressekodex des Deutschen Presserats findest du vertiefende Informationen.

Mehr Informationen zum Thema Desinformationen und Fake News:
www.klicksafe.de/problematische-inhalte/desinformation-und-meinung/erkennen-von-desinformationen/

Was bedeutet Desinformation?

Desinformation eindeutig zu definieren fällt leider immer noch schwer. Es gibt jedoch Elemente, die unumstritten sind: Es handelt sich um Informationen, die bewusst falsch gesetzt und gezielt verbreitet werden. Auch wenn es Desinformation schon vor dem Internet gab, hat ihre strukturierte Verbreitung vor allem im Zuge der Digitalisierung und dem Aufkommen von sozialen Medien besorgniserregende Ausmaße angenommen. Weitere Informationen zu dem Phänomen findest du auf der Homepage der Landesanstalt für Medien NRW.

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