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Beim WAP Billing bezahlst du, indem die Kosten von deinem Prepaid-Guthaben abgezogen oder mit deiner Mobilfunkrechnung verrechnet werden. Schütze dich vor Abofallen und Abbuchungen durch Kriminelle mit der Drittanbietersperre. Diese kannst du kostenfrei bei deinem Mobilfunkanbieter einrichten.

WAP Billing ist ein Dienst, der vor allem in den späten 90er und 2000er Jahren verwendet wurde, um Klingeltöne oder Hintergrundbilder für das Handy zu kaufen. Beim WAP Billing bezahlst du, indem die Kosten von deinem Prepaid-Guthaben abgezogen oder mit deiner Mobilfunkrechnung verrechnet werden.

Mit den heutigen Möglichkeiten des Smartphones im Netz, mit sicheren Zahlungsmöglichkeiten einzukaufen, ist der Dienst eigentlich überflüssig geworden. WAP Billing existiert allerdings noch immer und wird leider auch von Kriminellen für Abofallen benutzt. Beim Klick auf einen Werbebanner oder bei der anschließenden Weiterleitung auf eine Website im Internet können beispielsweise ungewollt Abonnements abgeschlossen werden. Durch das Anklicken kann ein unseriöser Anbieter die Handynummer identifizieren und Beträge in Rechnung stellen.

Du kannst dich jedoch vor solchen ungewollten Kosten schützen. Aktiviere dazu bei deinem Mobilfunkanbieter die Drittanbietersperre. Jeder Mobilfunkanbieter in Deutschland ist dazu verpflichtet, diese Sperre kostenlos anzubieten. So können Drittanbieter und Kriminelle kein Geld mehr vom Guthaben deines Handys abbuchen oder auf die Mobilfunkrechnung setzen lassen. In der Regel findest du diese Einstellung in Form eines Hakens, den du setzen kannst, wenn du einen Online-Zugang hast. Alternativ kannst du bei einer kostenlosen Hotline deines Mobilfunkanbieters anrufen und die Sperre aktivieren lassen.

Auch Kinder geraten immer wieder in eine solche Abofalle:

  • Durch WhatsApp-Kettenbriefe oder Social-Media-Gewinnspiele: Es kursieren Kettenbriefe in Messengerdiensten und Posts auf Social-Media-Plattformen, in denen Gutscheine oder der Gewinn eines neuen iPhones versprochen werden. Teilnehmen kann man dann angeblich nur, wenn man die Handynummer auf einer Webseite eingibt. Mit Klick auf einen Button landet man dann in einer Abofalle.

In Spiele-Apps: Es gibt viele Spiele-Apps, die sich mit Werbung finanzieren. In manchen tauchen Werbebanner immer genau dort auf, wo man häufig klicken muss, um das Spiel zu bedienen.

Mehr Informationen gibt es außerdem bei Klicksafe im Themenbereich „Rechtsfragen im Netz ‒ Onlinebetrug“.

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