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Kinder sind Betroffene von Cybergrooming. Die kindliche Neugierde und der Wunsch nach Freundschaften werden dabei von Erwachsenen ausgenutzt. Aber auch gewisse familiäre Umstände und fehlende Aufklärung können Cybergrooming begünstigen.

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Bei Cybergrooming werden Kinder im Netz belästigt. Es sind sowohl Mädchen als auch Jungen betroffen.

Kinder suchen Freundschaften oder auch erwachsene Vertrauenspersonen. Es bestärkt sie, wenn andere ihnen Komplimente machen. Insbesondere, wenn sie beispielsweise in ihrem Alltag nicht viele positive Erfahrungen machen, wenig Zuneigung erfahren, keine bestärkenden Freundschaften haben oder von ihren Eltern keine Unterstützung erfahren, können sie anfälliger sein für die Maschen der Täterinnen und Täter.

Kinder ohne Online-Erfahrung oder eine entsprechende Aufklärung erkennen die Gefahr unter Umständen sehr spät oder gar nicht. Kinder müssen daher Strategien erlernen, um mit unangenehmen Situationen umgehen zu können. Daher ist es wichtig, mit Kindern über Cybergrooming zu sprechen, bevor sie Opfer werden.

Die Studien im Folgenden zeigen auch, wie stark die Betroffenheit bei Kindern ausgeprägt ist:

  • Die Landesanstalt für Medien NRW hat 2021 die Studie „Kinder und Jugendliche als Opfer von Cybergrooming“ beauftragt. Befragt wurden über 2.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 18 Jahren. 24 % der Befragten haben online schon einmal eine erwachsene Person kennengelernt und wurden von ihr nach einem realen Treffen gefragt. 14,5 % der Mädchen und 13,6 % der Jungen gaben an, dass sie schon einmal von einer erwachsenen Person dazu aufgefordert wurden, sich vor der Kamera auszuziehen. Im Zusammenhang mit Cybergrooming wurden 10 % der Befragten schon einmal online von einem Erwachsenen bedroht. Bei fast allen Fragen gaben Mädchen etwas häufiger an, betroffen zu sein.

    In einer Sonderauswertung der Studie wurden 8 – 10-jährige Kinder berücksichtigt. 11 % der Befragten wurden online schon einmal von einer erwachsenen Person nach einem Treffen gefragt. Zum Ausziehen vor der Kamera wurden 10 % der Kinder aufgefordert. 8 % der Befragten gaben an, schon einmal von einem Erwachsenen im Netz bedroht worden zu sein.
  • In der KIM-Studie 2020 wurden Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren befragt, ob sie schon einmal oder mehrmals unangenehmen Kontakt mit fremden Leuten im Internet gehabt hätten. 7 Prozent der Mädchen und 6 Prozent der Jungen bejahten dies. Dabei war der größte Anteil der Jungen und Mädchen zwischen 12 und 13 Jahre alt.
  • Eine weitere Studie zur Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen fasst klicksafe zusammen.

Cybergrooming-Quiz

Egal ob in sozialen Netzwerken oder Online-Spielen – im Internet gehört der Kontakt zu Fremden für Kinder häufig zum Alltag. Das kann es Tätern und Täterinnen einfach machen, Kontakt zu Kindern aufzunehmen und sie zu einem Treffen zu überreden. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass Kinder und Eltern über Cybergrooming aufgeklärt werden und sich schützen können. Dazu haben wir neben dem Video „Gemeinsam gegen Cybergrooming“ auch ein Quiz erstellt, bei dem Kinder und Eltern ihr Wissen testen können.

CYBERGROOMING HIER MELDEN

Wenn du im Internet belästigt wirst oder dir jemand im Chat Angst macht, kann es sein, dass du Cybergrooming erlebst. Hier bei ZEBRA findest du einen sicheren Raum und kannst Cybergrooming direkt melden.

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