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Kinder und Jugendliche sind Betroffene von Cybergrooming. Die kindliche/jugendliche Neugierde und der Wunsch nach Freundschaften werden dabei von Erwachsenen ausgenutzt. Aber auch gewisse familiäre Umstände und fehlende Aufklärung können Cybergrooming begünstigen.

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Bei Cybergrooming werden Kinder und Jugendliche im Netzt belästigt. Es sind sowohl Mädchen als auch Jungen betroffen.

Kinder suchen Freundschaften oder auch erwachsene Vertrauenspersonen. Es bestärkt sie, wenn andere ihnen Komplimente machen. Insbesondere, wenn sie beispielsweise in ihrem Alltag nicht viele positive Erfahrungen machen, wenig Zuneigung erfahren, keine bestärkenden Freundschaften haben oder von ihren Eltern keine Unterstützung erfahren, können sie anfälliger sein für die Maschen der Täter. Kinder ohne Online-Erfahrung oder eine entsprechende Aufklärung erkennen die Gefahr unter Umständen sehr spät oder gar nicht. Kinder müssen daher Strategien erlernen, um mit unangenehmen Situationen umgehen zu können. Daher ist es wichtig, mit Kindern über Cybergrooming zu sprechen, bevor sie Opfer werden.

Die Studien im Folgenden zeigen auch, wie stark die Betroffenheit bei Kindern und Jugendlichen ausgeprägt ist:

In der KIM-Studie 2018 wurden Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren befragt, ob sie schon einmal oder mehrmals unangenehmen Kontakt mit fremden Leuten im Internet gehabt hätten. 6 Prozent der Mädchen und 3 Prozent der Jungen bejahten dies. Dabei war der größte Anteil der Jungen und Mädchen zwischen 12 und 13 Jahre alt.

Eine österreichische Online-Befragung mit dem Titel „Sexuelle Belästigung im Internet und Cyber-Grooming in den Lebenswelten der 11- bis 18-Jährigen“ kommt zu dem Schluss, dass 27 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen schon einmal sexuelle Belästigung oder Gewalt im Netz erlebt haben. 25 Prozent wurden mit intimen Fragen belästigt, 20 Prozent erhielten intime Fotos, die sie nicht sehen wollten, 11 Prozent wurden bereits einmal erpresst. Nur 32 Prozent der Kinder und Jugendlichen gaben an, über sexuelle Belästigung und Gewalt im Internet informiert worden zu sein. Die Macher der Studie raten, dass Kinder spätestens ab 10 Jahren wissen sollten, wie sie sich online schützen können.

Eine weitere Studie zur Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen fasst klicksafe zusammen.

Cybergrooming-Quiz

Egal ob in sozialen Netzwerken oder Online-Spielen – im Internet gehört der Kontakt zu Fremden für Kinder häufig zum Alltag. Das macht es Tätern einfach, sich unerkannt an Kinder heranzumachen. Pädophile Übergriffe im Internet nennt man auch Cybergrooming. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass Kinder und Eltern über Cybergrooming aufgeklärt werden und sich schützen können. Dazu haben wir neben dem Video „Gemeinsam gegen Cybergrooming“ auch ein Quiz erstellt, bei dem Kinder und Eltern ihr Wissen testen können.

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