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Es gibt sehr unterschiedliche Spiele. Nur ein Teil der digitalen Spiele hat gewalthaltige Inhalte. Action- und Shooterspiele haben einen Einfluss auf Kinder und Jugendliche. Ob sie gewalttätig werden, liegt nicht nur an den Spielen, sondern an weiteren Faktoren.

Aus den Ergebnissen der bisherigen Studien lassen sich nicht ohne weiteres direkte Zusammenhänge zwischen der Ausübung von Gewalt und dem Spielen gewalthaltiger Spiele erkennen. Das heißt aber nicht, dass Computerspiele Gewalt nicht verstärken können – aber sie sind wohl eher einer der Gründe unter vielen. Als Verstärker kommen hier zum Beispiel Faktoren wie der Erziehungsstil, erlebte Gewalt in der Familie oder der Umgang miteinander im Freundeskreis hinzu.

Die Nutzung gewalthaltiger Spiele kann laut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nicht der Hauptgrund sein, dass real Gewalt ausgeübt wird. Es ist aber wahrscheinlich, dass Menschen, die bereits gewalttätig sind, auf entsprechende Spiele zurückgreifen. Dieser Personenkreis ist aber nur ein Bruchteil aller Spielerinnen und Spieler von Action- und Shooterspielen.

Dass Computerspiele einen Einfluss auf Kinder und Jugendliche haben können, ist aber unumstritten. Entsprechend geht das deutsche Jugendschutzsystem von entwicklungsbeeinträchtigenden Wirkungen gewalthaltiger Spiele auf Kinder und Jugendliche aus. Spiele mit den Kennzeichen „ab 16“, „ab 18“, indizierte Spiele oder Spiele ohne Alterskennzeichen beinhalten in der Regel Gewaltszenen, die nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sind.

Hier ein Artikel zu dem Thema: Machen Spiele die Jugend aggressiv?

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