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Streit um die Mediennutzung lässt sich mittels klarer Regeln weitgehend vermeiden. Sei transparent in deiner Begründung und orientiere dich gegebenenfalls an einem Mediennutzungsvertrag.

Das Aufstellen gemeinsam vereinbarterund transparenter Regeln kann Streit um Medien in der Familie verhindern.

  • Erstelle mit jedem deiner Kinder einzeln gemeinsam einen Mediennutzungsvertrag. Darin kannst du zum Beispiel Regeln zu Bildschirmzeiten, App-Downloads, In-App-Käufen und zur Social-Media-Nutzung festlegen. Ein Mediennutzungsvertrag kann dir dabei helfen.
  • Stelle nicht nur Regeln für dein Kind auf. Du kannst zum Beispiel Regeln zu Bildschirmzeiten und -auszeiten aufstellen. Achte darauf, dass es auch Regeln gibt, an die sich alle (auch die Eltern) halten. So kannst du deinem Kind ein Vorbild sein. Und deinem Kind fällt es dann auch leichter, eure Regeln zu akzeptieren.
  • Wähle sinnvolle Zeit-„Einheiten“. In manchen Kontexten hat es keinen Sinn, eine genaue Zeitangabe zu machen. Manche Spiele laufen zum Beispiel in Runden, die mal 10, mal 20 Minuten dauern. Wird ein rundenbasiertes Spiel mittendrin unterbrochen, obwohl die Runde kurz vor dem Ende gewesen wäre, führt das häufig zu Frust.
  • Stelle Regeln für geräteübergreifende Bildschirmzeiten auf. Du kannst Regeln zu einzelnen Geräten aufstellen. Da durch das Internet jedoch ähnliche Aktivitäten von verschiedenen Geräten aus möglich sind, ist es sinnvoller, allgemeine Bildschirmzeiten festzulegen. Das ist ein erster Schritt, deinem Kind beizubringen, sich die Zeit für verschiedene Tätigkeiten aufzuteilen. Und du vermeidest Ärger, wenn dein Kind statt an der Konsole am Handy weiterspielt.
  • Viele Kinder und Jugendliche nutzen inzwischen Medien auch als Werkzeuge für schulisches Lernen. Diese zusätzliche Zeit vor dem Bildschirm sollte nicht von den vereinbarten Mediennutzungszeiten abgezogen werden. Hier gilt es zu unterscheiden zwischen Freizeit und Lern- bzw. Arbeitszeiten.
  • Mehr Selbstständigkeit kannst du bei deinem älteren Kind fördern, indem du keine täglichen Zeiten festlegst, sondern (zum Beispiel 20-Minuten-) Gutscheine für eine Woche ausgibst. Dein Kind kann sich die Zeit so freier einteilen. Sind die Gutscheine aufgebraucht, ist die Medienzeit für diese Woche beendet. So kannst du auf den mit zunehmendem Alter größer werdenden Wunsch nach Selbstständigkeit eingehen und ihm einen Rahmen geben.
  • Begründe deine Regeln. Kinder verstehen oft nicht den Grund für die Medienregeln. Insbesondere wenn sie Freunde haben, die viel mehr spielen oder schauen dürfen. Überlege dir, was dir wichtig ist, und erkläre das deinem Kind. Wenn du feststellst, dass dein Kind allen deinen Wünschen, beispielsweise bezüglich Aktivitäten, Sport und Bewegung, der Pflege von Freundschaften, des Nachkommens der eigenen Pflichten und des Erledigens von Hausaufgaben, nachkommt und noch Zeit übrig hat, kannst du deine Regeln auch lockern.
  • Fang mit strengeren Regeln an und lockere diese langsam. Der Schritt zurück führt zu viel Unmut. Über eine Lockerung freut sich dein Kind. Ausnahmen darf es allerdings auch mal geben. Nur sollten diese klar als solche kommuniziert sein.

Weitere Infos unter:

Mediennutzungszeiten nach Altersstufen sortiert:

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