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Aufgrund des technischen Fortschritts haben sich Medien enorm verändert und sind sehr vielfältig geworden. Sie sind mittlerweile ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags – auch für Kinder.

Medien dienen heutzutage nicht nur zur Beschaffung von Informationen, sondern sind auch in Sachen Unterhaltung sehr beliebt. Daher irritiert es nicht, dass auch die Medienausstattung in den Haushalten weiter ansteigt. Aber nicht nur Erwachsene erfreuen sich an der Vielfalt, welche sich in der heutigen Medienlandschaft bietet.

  • Bereits Kleinkinder wachsen umringt von verschiedenen Medien auf, die die Erwachsenen oder die älteren Geschwister benutzen. Dass die Mediennutzung bei Erwachsenen oder älteren Kindern ziemlich präsent ist, erkennen auch die jüngeren Kinder. So ist es nicht verwunderlich, dass sie die Faszinationder Medien schon früh teilen. Sie wollen das auch machen dürfen, was die Älteren machen, oder sie imitieren ihre Eltern, um für sie alltägliche Verhaltensweisen zu erlernen. Ein Verbot steigert oft den Wunsch danach.
  • Viele Medien sind heute darauf ausgelegt, möglichst einfach und „kindgerecht“ beziehungsweise intuitiv in ihrer Bedienung zu sein. Somit ist die Bedienung auch für dein Kind so intuitiv, dass es sich diese sehr schnell aneignen und selbstständig mit den Medien interagieren kann. Der Spaß und das schnelle Erfolgserlebnis faszinieren hierbei Kinder.
  • Durch die ständige Verbindung mit dem Internet sind die heutigen Medien sehr flexibel in ihrer Nutzungsweise und können unterwegs wie zuhause genutzt werden. Aber auch die Geräte sind entsprechend portabler geworden, sodass sie in den meisten Taschen bequem Platz finden. Folglich lassen sich Medien aktiv wie auch passiv in unseren Alltag integrieren – je nach eigenem Bedarf. Sie vertreiben Langeweile und bieten durch immer neue Inhalte in faszinierendem Ausmaß Abwechslung.
  • Das Internet bietet eine Vielzahl neuer Möglichkeiten zum Lernen, für die Kommunikation und die Koordination beziehungsweise Pflege von Kontakten sowie zur Unterhaltung. Zum Beispiel ermöglichen es soziale Medien, Teil einer Community zu sein und sich innerhalb dieser auszutauschen. Digitale Medien vereinen verschiedene Medien in sich, die zuvor noch unabhängig voneinander genutzt worden sind (beispielsweise Radio, Zeitung, Fernseher, Computer, Telefon). Aber auch andere Tätigkeiten sind möglich: Gemeinsames Spielen vermischt sich im digitalen Raum durch paralleles Telefonieren oder Chatten mit der Kommunikation mit Freunden. Statt in die Bücherei zu gehen, recherchieren Schülerinnen und Schüler in Suchmaschinen im Internet. Ihre Vorbilder sehen sie nicht im Fernsehen oder in Jugendzeitschriften, sondern auf Plattformen wie YouTube, Twitch, Instagram und TikTok. Hier können Jugendliche die Aktivitäten ihrer Stars aus erster Hand verfolgen. Was also wie Medienfaszination wirkt oder schnell auch als Sucht abgestempelt werden kann, hat unter Umständen seine Ursache in der technologischen Veränderung des Alltags. Die Faszination für Stars und Spiele war auch schon vorher da.

Das, was wir in den Medien sehen und erleben, hat Einfluss auf unser Denken, unsere Gefühle, Einstellungen, Wünsche und Bedürfnisse. Deinem Kind geht es dabei nicht anders.

So bieten die (digitalen) Medien und das Internet nicht nur viele Chancen und Möglichkeiten, sondern bergen auch entsprechende Risiken. Deswegen ist es so wichtig, dass auch dein Kind gut gegen die Einflüsse des Internets „gewappnet“ ist. Das kann in vorbereitenden Gesprächen, aber auch im regelmäßigen Austausch passieren oder bei gemeinsamer Mediennutzung. Du solltest dein Kind so begleiten und unterstützen, dass es die notwendige Medienkompetenz entwickelt. Dies gehört mittlerweile zu einer wichtigen Aufgabe in der Erziehung. Die Faszination für Medien ist aber auch nachvollziehbar – nimm diese ernst und lass dir die Lieblingsinhalte deines Kindes zeigen.

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