Frage:Antwort:

Jugendliche nutzen das Smartphone, um sich mit anderen auszutauschen, sich unterhalten zu lassen oder anderes. Die scheinbar ständige Nutzung des Smartphones wirkt dabei schnell wie eine regelrechte „Sucht“.

Zunächst gilt: Internetsucht und Smartphone-Sucht sind keine anerkannten Krankheiten.

Die WHO hat im ICD 11 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) jedoch Computerspielsucht – die sogenannte Gaming-Disorder – als Krankheit anerkannt. Ab Januar 2022 können Ärzte dies also diagnostizieren.

Computerspielsüchtige Personen sind Menschen, die ihre Nutzung nicht mehr unter Kontrolle haben, unter Entzugserscheinungen leiden und ihr Soziallebenzugunsten der Online-Aktivitäten vernachlässigen.

Auch wenn ein Leben ohne das Internet heute für die meisten Menschen kaum noch vorstellbar ist und Jugendliche ihr Handy scheinbar selten aus der Hand legen, bedeutet das nicht, dass alle Jugendlichen süchtig danach sind. Verallgemeinernd zu behaupten, dass alle Jugendlichen süchtig sind, stimmt somit nicht.

Aber auch wenn Internet- oder Smartphone-Sucht keine anerkannten Krankheiten sind, solltest du bei folgenden Anzeichen aufmerksam werden und im Ernstfall Fachleute um Hilfe bitten:

  • Das Internet sowie das Smartphone oder der Computer werden zum dominierenden Bestandteil des Lebens – nichts ist wichtiger.
  • Hobbys und soziale Kontaktewerden aufgrund von Medien- oder Online-Aktivitäten (Spielen, Chatten etc.) vernachlässigt.
  • Die schulischen oder beruflichen Leistungen leiden unter den ständigen, zeitintensiven Medienaktivitäten.
  • Entzugserscheinungen (Angst, Depression, Gereiztheit) treten auf, sobald das Internet für einige Stunden ausfällt oder das Smartphone nicht zur Verfügung steht.

Wenn du merkst, dass du das Problem nicht allein bewältigen kannst, oder unsicher bist, wie du damit umgehen sollst, dann wende dich gerne an das ZEBRA-Team. Gemeinsam kann man sich den konkreten Fall genau anschauen, um dann je nach Bedarf passende Maßnahmen zu ergreifen.

Mehr Informationen dazu findest du unter:

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