Frage:Antwort:

Es ist o.k., wenn die Mediennutzung in bestimmten Situationen mal von der Norm abweicht. Wichtig ist, Kindern deutlich zu machen, dass dies Ausnahmen sind. Grundsätzlich sind Regeln zur Mediennutzung wichtig. Diese solltest du kindgerecht verständlich und nachvollziehbar begründen und auch erklären.

Erzähle deinen Kindern davon, dass du dir Sorgen machst und warum. Was würdest du dir für die Freizeitgestaltung deiner Kinder wünschen?

Sicher möchtest du, dass deine Kinder sich auch bewegenoder sich nicht nur „berieseln lassen“, sondern auch selbst kreativ und aktiv werden. Erkläre ihnen, dass die Coronazeit eine Ausnahmesituation für euch alle ist oder war.

Stellt neue gemeinsame Regeln auf: Was ist deinen Kindern wichtig? Was dir?

Du kannst begrenzte Bildschirmzeiten festlegen oder Regeln dazu aufstellen, was erfüllt sein muss, damit dein Kind digital spielen oder fernsehen darf.
Unterstützung gibt dir der Mediennutzungsvertrag (https://www.mediennutzungsvertrag.de). Vielleicht unterscheidet ihr auch explizit zwischen Zeiten, die ein Kind allein an einem Gerät verbringt, und solchen Zeiten, die ihr als Familie gemeinsam digital verbringt.

Oder du förderst explizit kreativ genutzte Medienzeit, indem du mehr Zeit für kreative Medienprojekte zur Verfügung stellst. Vielleicht möchten deine Kinder auch Zeit mit euch als Eltern verbringen. Ihr könnt alternativ analoge Spieleabende veranstalten oder bewusste Medienauszeiten festlegen, die auch für die Eltern gelten.

Die Regeln für deine Kinder sollten, entsprechend ihrem Alter und ihrer Entwicklung, angepasst sein. Einmal festgelegte Regeln können leicht gelockert, aber nur schwer wieder verschärft werden. Sei daher lieber zu Beginn etwas strenger und erkläre deinen Kindern auch, dass du vorhast, die Regeln zu lockern, wenn du feststellst, dass die aktuellen Regeln eingehalten werden und trotz aller anderen Verpflichtungen und Bedingungen Zeit übrig ist.

Bereite deine Kinder darauf vor, dass die Mediennutzung auch in ihrem Sinne reguliert wird. Denn eine zu übermäßige Nutzung der Medien kann problematische Konsequenzen für deine Kinder haben: Konzentrationsschwierigkeiten, Leistungsschwächen, Schlafprobleme, innere Unruhe und die Vernachlässigung sozialer Kontakte außerhalb der Medienlandschaft. Hast du Sorge, dass deine Kinder Medien bereits exzessiv nutzen oder Suchtverhalten entwickeln, suche dir Unterstützung (klicksafe.de - Digitale Abhängigkeit).

Mehr Informationen dazu findest du unter:

Was ist ein Mediennutzungsvertrag?

Ein Mediennutzungsvertrag regelt die Nutzung digitaler Geräte und Medien zwischen Kindern und ihren Eltern. Diese Regeln sollten sich nach deinem Kind richten, abhängig davon, wie sicher und verantwortungsvoll dein Kind im Umgang mit solchen Medien und Geräten ist. Aber auch persönliche Nutzungsgewohnheiten und Hobbys können eine Rolle spielen. Auch kann es sinnvoll sein, keine Smartphone- sondern eher Bildschirmzeiten festzulegen – womit andere digitale Geräte einbezogen werden. Auf www.mediennutzungsvertrag.de könnt ihr direkt mit dem Anfertigen eines Vertrags anfangen.

Du möchtest individuell beraten werden?

Du möchtest individuell beraten werden oder hast weitere Fragen zu diesem Thema? Dann schreib uns über unseren Live-Chat (werktags zwischen 9 und 21 Uhr), den WhatsApp-Messenger, das Eingabefeld auf der Startseite oder stell deine persönliche Frage per E-Mail an zebra@medienanstalt-nrw.de.

War diese Antwort hilfreich?

WIR BERATEN DICH EINFACH UND PERSÖNLICH.

STELL UNS DEINE FRAGE ZU DIGITALEN THEMEN UND MEDIEN