Frage:Antwort:

YouTube bietet Videos an, die von Personen oder von Einrichtungen selbst erstellt werden. Bei der Produktion der Videos gehen die Creator unterschiedlich vor. Deshalb kann nicht pauschal behauptet werden, dass sie seriöse Quellen sind. Es gibt aber Creator, die einen hohen Anspruch erfüllen wollen.

Auf der Video-Plattform YouTube findest du zahlreiche Videos zu unterschiedlichen Themen wie Let’s Plays oder DIY-Anleitungen. Die Creator unterscheiden sich stark darin, wie sie ihre Videos gestalten und welche Inhalte sie weitergeben.

YouTuberinnen und YouTuber selbst gehen mit der Verantwortung, Informationen und Nachrichten zu vermitteln, unterschiedlich um. Es gibt Creator, die ihre Aufgabe ernst nehmen und ihre Inhalte nach journalistischen Standards aufarbeiten. Deshalb können YouTube-Videos nicht pauschal als seriöse oder unseriöse Quelle eingeordnet werden. Ob ein Video vertrauenswürdig ist, kannst du mithilfe dieser Fragen einer ersten Einschätzung unterziehen:

  • Werden Quellen angegeben?
  • Sind die angegebenen Quellen aktuell oder könnten sie bereits überholt sein?
  • Geht es in diesem Video um Fakten oder ist der Anteil der eigenen Meinung hoch?

Nicht alle YouTube-Creator treten als Privatpersonen auf. Manche Kanäle werden von bestimmten Einrichtungen geführt oder unterstützt. Zum Beispiel ist funk das Content-Netzwerk von ARD und ZDF. Für die Kanäle über Drittplattformen gelten bestimmte Regeln, die in den Richtlinien zusammengefasst sind.

Einige YouTuberinnen und YouTuber behandeln aktuelle Themen und informieren die Zuschauenden über Nachrichten. Wie sie mit den Inhalten allerdings umgehen, ist ihnen selbst überlassen. Dabei müssen sie sich nicht wie Journalistinnen und Journalisten am Pressekodex oder anderen Vorgaben orientieren. Die Nachrichten können auch aus der subjektiven Sicht wiedergeben werden, sodass die Videos Meinungen und Kommentare beinhalten.

YouTube ist aber kein Raum ohne Regeln. Die hochgeladenen Videos müssen den Community-Richtlinien von YouTube folgen. Beispielsweise dürfen keine Videos veröffentlicht werden, die Fehlinformationen beinhalten. Manipulierte Videos, die so zusammengeschnitten werden, dass irreführende Botschaften entstehen, sind verboten. Wenn du ein Video findest, das den Richtlinien widerspricht, kannst du es über die Meldefunktion von den YouTube-Mitarbeitenden überprüfen lassen.

Auch einige Gesetze gelten für YouTube. Die Verbreitung von Hass und Hetze ist im Internet beispielsweise nicht erlaubt. Daher können Inhalte auch nach NetzDG – kurz für Netzdurchsetzungsgesetz – auf der Plattform direkt gemeldet werden. Strafbaren Postings werden an das Bundeskriminalamt (BKA) weitergeleitet. Wenn du auf YouTube beispielsweise Fake News meldest, ist die Plattform nach dem Netzdurchsetzungsgesetz (NetzDG) ebenfalls dazu verpflichtet, die Inhalte zu überprüfen und gegebenenfalls zu löschen.

Du möchtest individuell beraten werden?

Du möchtest individuell beraten werden oder hast weitere Fragen zu diesem Thema? Dann schreib uns über unseren Live-Chat (werktags zwischen 9 und 21 Uhr), den WhatsApp-Messenger, das Eingabefeld auf der Startseite oder stell deine persönliche Frage per E-Mail an zebra@medienanstalt-nrw.de.

War diese Antwort hilfreich?

WIR BERATEN DICH EINFACH UND PERSÖNLICH

STELL UNS DEINE FRAGEN ZU DIGITALEN THEMEN UND MEDIEN