Hausaufgaben, Ausflüge und Vertretungspläne. Klassenchats sind für viele Schülerinnen und Schüler längst fester Bestandteil des Schulalltags.
Laut einer Bitkom-Umfrage nutzen rund 84 Prozent der Jugendlichen in Deutschland Gruppen-Chats, um sich schulisch zu vernetzen. Dort werden Aufgaben besprochen, Informationen geteilt und auch private Themen ausgetauscht.
Was dabei oft vergessen wird: Auch im digitalen Raum gelten Regeln und Gesetze. Denn in Deutschland sind Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren strafmündig und können somit für das rechtlich verantwortlich gemacht werden, was sie online teilen oder weiterleiten.
Strafbare Inhalte können viele Formen annehmen: Beleidigungen und Hassrede, Volksverhetzung, die Verbreitung oder der Besitz von Kinder- oder Jugendpornografie, Gewaltdarstellungen oder die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.
Diese können als Bild, Video, Sticker oder Link auftauchen – und oft merken Jugendliche gar nicht, dass sie sich damit möglicherweise strafbar machen.
Erhalten Jugendliche strafbare Inhalte, ist es zunächst wichtig, Ruhe zu bewahren. Folgende Schritte können dann helfen, richtig zu reagieren:
Wurden selbst strafbare Inhalte verschickt, gilt es auch hier, zunächst Ruhe zu bewahren und das Gespräch, ohne vorschnelles Urteilen, zu suchen. Anschließend können folgende Schritte helfen:
Um solche Vorfälle vorzubeugen, empfiehlt es sich, gemeinsam klare Chatregeln zu entwickeln – z. B. zu respektvollem Verhalten, Umgang mit Medien und dem Teilen sensibler Inhalte.
Auch Schulen können hier ansetzen, indem sie Themen wie digitale Verantwortung und Medienkompetenz regelmäßig im Unterricht behandeln.
Praktische Hilfestellungen und Materialien finden Eltern bei „Schau hin!“ oder auf der Plattform „Klicksafe“.
Beide Initiativen bieten wertvolle Tipps, wie Kinder sich sicher, bedacht und respektvoll im digitalen Raum bewegen können.