Frage:Antwort:

Du musst dich nicht allein gegen Mobberinnen und Mobber wehren. Dabei können Einstellungsmöglichkeiten oder weitere Personen helfen.

Wirst du im Netz gemobbt, kannst du dagegen vorgehen. Jedoch sollte man nicht sofort auf die beleidigenden Inhalte antworten. Ansonsten droht die Gefahr, dass sich die Beleidigungen immer weiter hochschaukeln. Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren, um die nächsten Schritte zu planen.

  • Dazu kannst du anschließend Profile, Beiträge und Kommentare der Plattform melden oder diese Personen blockieren, damit sie dich nicht mehr kontaktieren können. Bilder, an denen die Person nicht die Rechte hat, können ebenfalls gelöscht werden. Plattformbetreiber müssen dies nach Aufforderung tun. Du solltest auch unbedingt Beweise sichern – also zum Beispiel Screenshots vom Chatverlauf machen –, die du später verwenden kannst, wenn du dich in besonders schlimmen Fällen an die Polizei wenden möchtest.
  • Sich zu verteidigen heißt außerdem nicht, wiederum andere zu beleidigen. Das löst die Probleme in der Regel nicht. Du solltest stattdessen sagen oder schreiben, was dich verletzt, und dies ganz klar und deutlich formulieren (zum Beispiel so: „Es verletzt mich, dass ...“, „Es geht mir schlecht, weil ...“, „Ich will, dass es SOFORT aufhört!“).
  • Es kann auch helfen, die Personen außerhalb des Internets zur Rede zu stellen, insbesondere dann, wenn sie sich nur im Netz trauen, gemeine Dinge zu schreiben. Andererseits kann es auch sinnvoll sein, nicht auf Mobbende im Netz einzugehen, um ihnen nicht das Gefühl zu geben, dass sie erreichen, was sie wollen.
  • Hilfe in der Schule kannst du dir bei Lehrerinnen und Lehrern, Vertrauenslehrerinnen und Vertrauenslehrern und bei der Schulsozialarbeit suchen. Wenn du dich nicht traust, mit den Personen persönlich zu sprechen, gibt es auch die Möglichkeit, ihnen einen Brief zu schreiben.
  • In der Freizeit können vor allem die Eltern und die Familie helfen, aber auch Vereine und Jugendhäuser.

Wenn du dich aber nicht traust, mit einem Erwachsenen zu sprechen, gibt es Hilfe im Netz. Hier gibt es die Nummer gegen Kummer (116 111), wo du eine kostenlose und anonyme Beratung erhältst. Dort arbeiten über 3000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Wenn du nicht anrufen möchtest, kannst du eine E-Mail schreiben, eine Antwort kann allerdings ein paar Tage in Anspruch nehmen.

Möchtest du überhaupt nicht sprechen, kannst du dich an das Hilfeportal juuuport wenden. Dort erhältst du ebenfalls anonyme und kostenlose Beratung, allerdings schriftlich und von jugendlichen Scouts, die extra dafür ausgebildet wurden.

Die Cybermobbing-Erste-Hilfe-App von klicksafe zeigt in Videotutorials erste Schritte zur Bekämpfung von Cybermobbing und gibt viele hilfreiche Informationen zum Löschen und Melden von negativen Inhalten auf sozialen Netzwerken.

Mit einem Erwachsenen gemeinsam kannst du auch zur Polizei gehen, um bei besonders schlimmen Fällen gegen Cybermobbing vorzugehen.

Hier findest du weitere Informationen:

Bist du selbst betroffen?

Dann steht dir das ZEBRA-Team zur Seite. Du kannst deine Frage einfach und anonym in das Fragefeld auf der ZEBRA-Startseite eingeben. Wenn du in einer akuten Notlage steckst, wende dich an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder an die Polizei unter 110.

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