Frage:Antwort:

Der Begriff Filterblase beschreibt, dass Userinnen und Usern online nur eine Auswahl an Infos präsentiert wird, die mit ihren Überzeugungen übereinstimmt. Verantwortlich sind dafür hauptsächlich soziale Netzwerke und Suchmaschinen. Echokammern verstärken den Effekt dieser gefilterten Informationen.

Nutzerinnen und Nutzern werden im Internet auf der Basis ihres bisherigen Verhaltens unterschiedliche Inhalte angezeigt. Das Verhalten umfasst unter anderem:

  • die bisher besuchten Webseiten,
  • vergangene Suchen in Suchmaschinen,
  • online gekaufte Artikel,
  • Inhalte, mit denen man in sozialen Netzwerken interagiert.

Algorithmen berechnen daraus, was einzelne Nutzerinnen und Nutzer interessant finden könnten, und zeigen ihnen im Netz unterschiedliche Inhalte an. So werden beispielsweise gezielt Werbeanzeigen geschaltet, die den eigenen Interessen entsprechen sollen. Das bezeichnet man auch als Targeting.

Soziale Medien nutzen Algorithmen zudem, um allen Nutzenden möglichst passgenaue Inhalte anzuzeigen. Jede Person befindet sich im Internet, also in ihrer eigenen sogenannten Filterblase, die für sie – fast unbemerkt – Informationen vorfiltert.

Echokammern verstärken den Effekt dieser gefilterten Informationen, insbesondere in sozialen Netzwerken. Einfacher als in der realen Welt finden sich hier Gleichgesinnte, die sich gegenseitig in eigenen Positionen (Überzeugungen, Meinungen und Auffassungen) bestärken. Dies kann das Aufkommen extremer Ansichten verstärken.

Du möchtest individuell beraten werden?

Du möchtest individuell beraten werden oder hast weitere Fragen zu diesem Thema? Dann schreib uns über unseren Live-Chat (werktags zwischen 9 und 21 Uhr), den WhatsApp-Messenger, das Eingabefeld auf der Startseite oder stell deine persönliche Frage per E-Mail an zebra@medienanstalt-nrw.de.

War diese Antwort hilfreich?

WIR BERATEN DICH EINFACH UND PERSÖNLICH

STELL UNS DEINE FRAGE ZU DIGITALEN THEMEN UND MEDIEN