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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du über die Verbreitung von Falschnachrichten aufklären kannst. Dabei ist es wichtig herauszufinden, ob die Personen selbst auf die Falschnachrichten hereingefallen sind oder ob sie die Nachrichten bewusst verbreiten, weil sie der eigenen Meinung entsprechen.

Eine Möglichkeit ist es, die Fakten richtigzustellen. Dabei können Webseiten wie der Faktenfinder der Tagesschau (www.tagesschau.de) oder die Seite Mimikama (www.mimikama.at) nützlich sein.

Es bietet sich an, die Person zunächst privat darauf hinzuweisen, dass die Informationen, die sie verbreitet, Falschnachrichten sind und gegebenenfalls respektvoll um Richtigstellung zu bitten. So findest du heraus, ob die Person vielleicht selbst auf die Nachricht hereingefallen ist und die Erstellerin oder der Ersteller hat die Chance, die Falschnachrichten selbst zurückzunehmen oder zu korrigieren.

Sollte die Person die Nachricht jedoch bewusst geteilt haben, weil sie ihrer eigenen Meinung entspricht, ist das Konfliktpotential in der Regel hoch. Wichtig ist hierbei, ein ruhiges Gespräch mit der Person zu führen und sich zunächst offen und gesprächsbereit zu zeigen. Noch vor Beginn des Gesprächs kann es helfen sich selbst bewusst zu machen, dass sich die Meinung der anderen Person wahrscheinlich nicht innerhalb dieses einen Gespräches verändern wird. Ansichten und Meinungen anzunehmen, die nicht den eigenen entsprechen ist für viele Menschen kein einfacher Schritt.Wenn man das im Kopf behält, kann das helfen a) den Druck, die andere Person sofort restlos überzeugen zu müssen, zu reduzieren und b) Verständnis für die Situation des anderen aufzubringen. Beides kann den Gesprächsverlauf für beide Parteien angenehmer gestalten.

Sich die Erklärungen, Ängste und Befürchtungen der Person anzuhören und zu akzeptieren ist hierbei ein nächster wichtiger Schritt. Zudem sollte deutlich gemacht werden, dass das Gespräch in einem privaten Rahmen abläuft und keine Äußerung der Person pauschal verurteilt wird. Auch wenn das manchmal schwierig sein kann, gilt vor allem: Ruhe bewahren. Denn nur, wenn man versteht woher die Gedanken und Meinungen der anderen Person stammen, kann man an diesen Ängsten und Sorgen ansetzen und versuchen diese zu beschwichtigen. Es ist auch wichtig, nicht belehrend oder herablassend mit der Person zu sprechen. Auch direkt zu Beginn schon Studien oder Statistiken zu nennen, kann zunächst abschreckend wirken und dafür sorgen, dass die jeweils andere Person nicht mehr bereit ist, das Gespräch weiterzuführen. Stattdessen kann es hilfreich sein, andere Meinungen und alternative Erklärungen anzuführen und den Personen den Freiraum zu lassen, über diese nachzudenken. Erst wenn das Gespräch auch weiterhin produktiv und offen bleibt, ist es ratsam die Situation kritischer anzugehen. An dieser Stelle können Studien, Statistiken oder weitere Inhalte seriöser Quellen herangezogen und gemeinsam betrachtet werden.

Zeigt sich die Person gesprächsbereit und kann eine produktive Auseinandersetzung mit den jeweiligen Inhalten erfolgen, ist es wichtig deutlich zu machen, dass man auch darüber hinaus für weitere Gespräche zur Verfügung steht, sofern der Bedarf besteht. Auch wenn die Person sich nicht bereiterklärt an einem solchen Gespräch teilzunehmen, sollte man die Möglichkeit eines urteilsfreien Gesprächs in der Zukunft offen lassen.

In sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook kannst du Falschnachrichten zum Beispiel mit einer seriösen Quelle oder Richtigstellung kommentieren. Eine weitere Möglichkeit ist es auch, die Falschnachricht zu melden und von der Plattform überprüfen und als Falschmeldung markieren zu lassen. Wie das geht, findest du hier.

Wenn Personen immer wieder Falschnachrichten teilen und sich auch nicht durch Richtigstellungen überzeugen lassen, lohnt sich aber eher das persönliche Gespräch.

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