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Für alle sozialen Netzwerke ist ein Mindestalter festgelegt. Manche soziale Netzwerke fordern deswegen deine Zustimmung ein, bevor sich dein Kind anmelden kann. Am besten begleitest du dein Kind und erkundest mit ihm gemeinsam die Welt der sozialen Medien.

  • Sprich mit deinem Kind über die Chancen und Risiken, die mit sozialen Medien einhergehen. Du kannst das zum Beispiel auch über ein kleines Rollenspiel lösen. Das Kind kann zum Beispiel die Expertenrolle übernehmen und es kann darüber gesprochen werden, was dem Kind an dem sozialen Netzwerk gefällt und was es dort machen möchte (anderen Leuten folgen, Dinge selbst veröffentlichen etc.).
  • Begleite dein Kind bei seinen ersten Schritten in einem sozialen Netzwerk (so erhältst du selbst einen Einblick in dieses) und einigt euch auf Regeln zur Nutzung dieser Medien. Dabei kann der Mediennutzungsvertrag hilfreich sein.
  • Schaut euch insbesondere zusammen die Profil- und Privatsphäre-Einstellungen an. Denn die erstellten Profile in sozialen Netzwerken sind meist standardmäßig auf „öffentlich“ eingestellt. Ist das Profil deines Kindes auf „privat“ eingestellt, können nur hinzugefügte beziehungsweise bestätigte Kontakte auf das Profil zugreifen und mit deinem Kind in Kontakt treten. Gerade hierbei sollte dein Kind wachsam bleiben und nicht jeden Account einfach zu der eigenen Freundesliste hinzufügen. Denn hinter manchen Profilen können sich Betrügerinnen und Betrüger mittels sogenannter Fake-Accounts verstecken. Dennoch solltest du deinem Kind vermitteln, dass auch bei privaten Profilen nicht alles ins Internet gestellt werden sollte.
  • Dein Kind sollte immer vorsichtig im Umgang mit den persönlichen Daten sein und folglich auch mit dem Teilen von Bildern, Videos oder anderen Medien, durch welche diese sensiblen Daten offenbart werden. Auch hier gilt schließlich: Was einmal im Netz ist, lässt sich nicht so leicht wieder entfernen. Dein Kind sollte sich immer überlegen: Was will ich wirklich von mir zeigen? Und wer soll das sehen? Ist es ein Problem für mich, wenn es jemand unerlaubt weiterschickt? Dann sollte es sich gut überlegen, ob es den Inhalt ins Netz stellen möchte.

Auch wenn sie mittlerweile von klein auf mit den digitalen Medien aufwachsen: Kinder müssen den Umgang mit ihnen erst erlernen.

Die sogenannte Medienkompetenz umfasst jedoch nicht nur eine verantwortungsvolle Nutzung, sondern zum Beispiel auch das Erkennen und Einordnen von Falschinformationen.

Durch regelmäßige persönliche Gespräche mit deinem Kind kannst du es für bestimmte Themen und Inhalte sensibilisieren und ihr könnt gemeinsam vereinbaren, wie es sich verhalten kann.

Mehr Informationen dazu findest du unter:

Was ist ein Mediennutzungsvertrag?

Ein Mediennutzungsvertrag regelt die Nutzung digitaler Geräte und Medien zwischen Kindern und ihren Eltern. Diese Regeln sollten sich nach deinem Kind richten, abhängig davon, wie sicher und verantwortungsvoll dein Kind im Umgang mit solchen Medien und Geräten ist. Aber auch persönliche Nutzungsgewohnheiten und Hobbys können eine Rolle spielen. Auch kann es sinnvoll sein, keine Smartphone- sondern eher Bildschirmzeiten festzulegen – womit andere digitale Geräte einbezogen werden. Auf www.mediennutzungsvertrag.de könnt ihr direkt mit dem Anfertigen eines Vertrags anfangen.

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