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Versetz dich in die Lage deiner Großeltern und nutze ihre Begriffe und deren vorhandenes Wissen über andere Geräte und Anwendungen für Vergleiche. Versuche außerdem, nicht alles auf einmal zu erklären. Übt nach einem kurzen Überblick den Umgang mit einer konkreten App.

Mit den folgenden Tipps fällt es dir sicher leichter, deinen Großeltern Apps zu erklären.

  • Vorhandenes Wissen für Vergleiche nutzen: Bevor du anfängst zu erklären, überlege, wo du an bereits vorhandenes Wissen anknüpfen kannst. Haben deine Großeltern bereits Erfahrungen mit ähnlichen Medien und Anwendungen?
  • Vielleicht hatten sie bisher ein Handy ohne Internet, das kleine Anwendungen wie einen Kalender oder einen Wecker beinhaltete. Oder sie sind mit Computerprogrammen vertraut. Ansonsten kannst du für Vergleiche auf digitale Erfahrungen aus dem Alltag zurückgreifen, zum Beispiel Fahrscheinautomaten und Info-Screens mit Touch-Funktion in Kaufhäusern. Eine andere Herangehensweise ist es, aufzuzählen, welche analogen Funktionen und Geräte im Smartphone enthalten sind (Notizbuch, Einkaufsliste, Telefonbuch, Kochbuch, Radio, Fernsehprogramm, Kartenspiel usw.). Dann kannst du erklären, dass jede dieser Anwendungen im Smartphone oder Tablet eine App darstellt und deine Großeltern können entscheiden, welche Funktionen sie als App nutzen möchten. Dann kannst du ihnen auch digitale Apps zeigen, für die es keine analoge Entsprechung gibt, zum Beispiel Videotelefonie-Apps.
  • Perspektivenwechsel: Nicht alle Großeltern sind gleich, aber eins haben sie gemeinsam: Sie sind nicht mit der Fülle der heutigen Technologien aufgewachsen. Deshalb fällt es dir vielleicht schwer, dich in ihre Situation zu versetzen und ihnen etwas zu erklären, das du jeden Tag nutzt. Versuche trotzdem, dich in ihre Lage zu versetzen. Ihr könnt euch zum Beispiel gemeinsam die Apps anschauen, die du nutzt. Dabei erklärst nicht du, sondern lässt deine Großeltern beschreiben, was sie sehen. Dann kannst du fehlendes Wissen ergänzen. Außerdem beschreiben sie alles mit ihren eigenen Worten. Diese kannst du dann in deinen Erklärungen benutzen. Ein Beispiel: Was du den „Home-Button“ nennst, nennen deine Großeltern vielleicht eher „die Taste“. In Zukunft weißt du, welches Wort du benutzen musst, wenn du beschreiben möchtest, was sie machen sollen.
  • Nicht alles auf einmal: Es gibt wahnsinnig viele Apps. Deine Großeltern müssen nicht alles auf einmal lernen und können die Fülle der Möglichkeiten vielleicht gar nicht erfassen. Sprecht (wie oben beschrieben) über Funktionen, die eine App erfüllen kann. Achte darauf, welche App für deine Großeltern nützlich sein könnte. Vielleicht eine digitale Einkaufsliste, die man gemeinsam befüllen und aktualisieren kann, oder eine Videotelefonie-App. Übe mit ihnen zunächst eine bestimmte Funktion ein. Beispiel: Die App öffnen und einen bestimmten Kontakt anrufen, Kamera und Mikrofon an- und ausschalten und auflegen. Danach kannst du nach und nach weitere Funktionen hinzunehmen.

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