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Damit dein Kind sich sicher im Internet bewegen kann, ist es wichtig, potentielle Gefahren zu besprechen, bevor dein Kind diesen begegnet. Außerdem sollte es nicht bei einem einzigen Gespräch bleiben.

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Eltern wollen ihren Kindern keine Angst machen. Trotzdem ist es wichtig, dass dein Kind über Gefahren im Netz Bescheid weiß. Nur so kann es unangemessenes Verhalten anderer bemerken und gefährliche Situationen als solche erkennen.

Du kannst das Thema Cybergrooming altersgerecht thematisieren, indem du bei jüngeren Kindern vor allem über den Umgang mit Fremden im Netz sprichst und entsprechende Regeln aufstellst. Dazu musst du nicht unbedingt davon berichten, welche Ziele Cybergrooming-Täter haben.

Außerdem kannst du das Thema in ein Gespräch zu anderen Themen rund um Mediennutzung einbetten. Wichtig ist auch, dass es nicht bei einem Gespräch bleibt, sondern ihr immer wieder ins Gespräch kommt.

Dein Kind sollte das Gefühl haben, unangenehme Situationen im Netz ansprechen zu können, ohne ein Verbot befürchten zu müssen.

Mit diesen Tipps können Gespräche zu Cybergrooming und zur Mediennutzung gelingen:

  • Das Gespräch solltest du vorher ankündigen, damit beide Seiten sich darauf vorbereiten können. Wichtig ist, dass zu einem Zeitpunkt über die Mediennutzung gesprochen wird, zu dem Eltern und Kinder konzentriert an einem Gespräch teilnehmen können.
  • Du kannst mit deinem Kind konkret über verschiedene genutzte Dienste sprechen und dabei auch thematisieren, was dein Kind auf diesen Plattformen von sich zeigt und was nicht. Dazu könnt ihr feste Regeln vereinbaren – zum Beispiel, dass ein Profil auf „privat“ eingestellt wird, keine persönlichen Informationen geteilt werden und dass keine Fremden als Freunde hinzugefügt werden sollen.
  • Du kannst dann darauf eingehen, dass ganz verschiedene Menschen im Internet unterwegs sind und leider nicht alle Menschen nur Gutes im Sinn haben. Auf vielen Plattformen oder auch in Spielen kommt man aber in Kontakt mit völlig fremden Menschen. Hier kannst du deinem Kind erklären, dass man dabei immer vorsichtig sein sollte, da man nicht wissen kann, wer sich hinter einem Profilbild oder einer netten Nachricht verbirgt. Außerdem solltest du dein Kind darauf hinweisen, dass es sich niemals allein mit einer Online-Bekanntschaft im realen Leben treffen sollte.
  • Du kannst dann gemeinsam mit deinem Kind eine Regel für den Umgang bei der Kontaktaufnahme durch Fremde vereinbaren. Die Regel könnte sein: Bevor auf eine Anfrage oder Nachricht von Fremden reagiert wird, muss immer ein Elternteil hinzugezogen werden. Dann kann die Nachricht zum Beispiel gemeinsam gelöscht werden und du kannst deinem Kind erklären, warum du das Löschen für sinnvoll hältst. So erlangt dein Kind Stück für Stück ein Gespür dafür, wann man kritisch sein sollte.
  • Das Gespräch sollte immer auf Augenhöhe stattfinden und dein Ziel sollte es sein, dass dein Kind dich als vertrauensvolle Ansprechperson wahrnimmt. So kommt dein Kind auch in kritischen Situationen eher zu dir. Dafür ist es wichtig, das Vertrauen des Kindes auch schon im Vorhinein zu fördern und Interesse an seiner Mediennutzung zu zeigen. Außerdem solltest du mit deinem Kind über die Privatsphäre-Einstellungen sprechen, mit denen es die Kontaktaufnahmen durch Fremde verringern kann.
  • Gespräche sollten immer liebevoll beendet werden, auch wenn es Auseinandersetzungen zu Medienthemen gab.

Cybergrooming-Quiz

Egal ob in sozialen Netzwerken oder Online-Spielen – im Internet gehört der Kontakt zu Fremden für Kinder häufig zum Alltag. Das macht es Tätern einfach, sich unerkannt an Kinder heranzumachen. Pädophile Übergriffe im Internet nennt man auch Cybergrooming. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass Kinder und Eltern über Cybergrooming aufgeklärt werden und sich schützen können. Dazu haben wir neben dem Video „Gemeinsam gegen Cybergrooming“ auch ein Quiz erstellt, bei dem Kinder und Eltern ihr Wissen testen können.

Weitere hilfreiche Infos unter findest du unter:

Was versteht man unter Cybermobbing?

Allgemein gesagt umfasst Mobbing wiederholende oder regelmäßige Formen psychischer Gewalt von einer Person oder einer Gruppe von Menschen gegenüber einer anderen Person. Durch das Internet, Smartphones und soziale Netzwerke geschieht Mobbing auch im digitalen Bereich und wird dann Cybermobbing genannt. Cybermobbing umfasst eine Vielzahl möglicher Taten, z.B. Belästigung, Identitätsdiebstahl oder das Aufstellen und Verbreiten falscher Behauptungen. Eine zusätzliche Gefahr an Cybermobbing ist, dass die Täterinnen und Täter ihre Opfer rund um die Uhr belästigen können.

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