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Anonym zu surfen kann unterschiedliche Gründe haben. Eine Möglichkeit dafür bieten Proxy-Webseiten oder -Server an, die die IP-Adresse verschleiern. Ein VPN lässt die Aktivitäten über einen Tunnel umleiten. Einige Personen nutzen den Tor-Browser, um im Internet sicher und anonym zu sein.

Die Gründe für das anonyme Surfen im Netz können unterschiedlich sein. Nutzerinnen und Nutzer wollen beispielsweise das Geoblocking umgehen. Manche Inhalte können in bestimmten Ländern nicht aufgerufen werden. Um auf die Inhalte zugreifen zu können, muss der Standort geändert werden. Wer keine Datenspuren im Internet hinterlassen will, versucht anonym zu surfen. Dadurch wird die Verfolgung der eigenen Aktivitäten im Internet für Außenstehende erschwert.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die das anonyme Surfen ermöglichen:

  • Eine Proxy-Webseite bietet eine einfache Lösung, um die IP-Adresse zu verschleiern. Auf der Seite kann der Link eingegeben werden, ohne dabei persönliche Informationen preiszugeben. Im Gegensatz zu Proxy-Servernmuss dafür kein Client oder Programm installiert werden. Darunter kann aber die Internetgeschwindigkeit leiden. Schnellere Dienste und Anbieter sind kostenpflichtig. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass nur vertrauenswürdige Proxy-Webseiten benutzt werden.
  • Ein Virtual Private Network (VPN) leitet deine Aktivitäten über einen verschlüsselten Tunnel zu einem anderen Punkt um. Der VPN-Anbieter ist aber dennoch in der Lage nachzuvollziehen, wie und wo gesurft wurde.
  • Der Tor-Browser ist für die zwielichtigen Aktivitäten im Darknet bekannt. Doch nicht nur kriminelle Personen nutzen Tor. Der Browser wird unter anderem von Journalisten zur Veröffentlichung von Berichten oder Artikeln benutzt. „Tor“ (kurz für „The Onion Router“) ist ein kostenloser Browser, der die IP-Adresse über mehrere Ecken verschleiert. Die Daten werden verschlüsselt, indem die Verbindung über mehrere Server umgeleitet wird. Durch die Umleitung kann die Geschwindigkeit leiden. Beim Surfen im Darknet sollte darauf geachtet werden, dass hier auch illegale Geschäfte getätigt werden. Kriminelle Hacker verwenden das Darknet für ungute Zwecke.

Am Handy lassen sich über App-Berechtigungen weitere Einstellungen treffen, um anonymer im Internet zu agieren. Manche Apps wollen mehr Zugriffe, als nötig sind. Die so ermittelten Daten werden an die Entwicklerinnen und Entwickler gesendet. Wenn die Berechtigungen beim Installieren oder im Anschluss ausgeschaltet werden, können Apps keine Daten weitersenden.

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