Frage:Antwort:

Kinder und Jugendliche kommen zufällig oder aus Neugier in Kontakt mit pornografischen Inhalten. Sexualität sollte von Eltern nicht tabuisiert, sondern thematisiert werden. Entdeckst du bei deinem Kind Pornokonsum, solltest du das Gespräch suchen, um dabei zu helfen, das Gesehene einzuordnen und den Unterschied zwischen Realität und Fiktion zu verdeutlichen.

Zwar kannst du versuchen, mit technischen Filtern pornografische Inhalte zu unterbinden, eine vollständige Sicherheitbieten diese Einstellungen jedoch nicht. Sind die Neugierde und das Interesse für Sexualität einmal geweckt, finden Kinder und Jugendliche auch einen Weg, passende Inhalte dazu anzusehen. Aber häufig haben Kinder und Jugendliche, bereits bevor das eigene Interesse für Sexualität bewusst aufkommt, pornografische Inhalte in Werbung oder Suchergebnissen gesehen. In Deutschland ist der Zugang zu pornografischen Inhalten stark reglementiert. Im Internet befinden sich jedoch zahlreiche Webseiten anderer Länder, die Jugendschutz nicht so strikt durchsetzen, sodass Kinder trotzdem entsprechendem Material begegnen können. Ist das Thema zuhause ein Tabu, werden Kinder diese Entdeckungen nicht besprechen. Daher solltest du als Elternteil die Internetnutzung deines Kindes zu Beginn bewusst begleiten und unter anderem darauf hinweisen, dass es im Internet auchunangenehme Inhalte gibt und du gerne Ansprechperson bist, wenn dein Kind solchen Inhalten begegnet. Gibt es solche Situationen, sollten diese ernst genommen, besprochen und nicht bestraft werden.
Kinder und Jugendliche können den Realitätsgehalt von pornografischen Inhalten im Netz nicht einschätzen. Das schafft unter Umständen einen hohen Erwartungsdruck und im schlimmsten Fall ein gestörtes Verhältnis zur eigenen Sexualität und der Sexualität künftiger Partnerinnen und Partner.

Heranwachsende Jugendliche wollen zunehmend weniger mit ihren Eltern über Sexualität sprechen. Hier macht es Sinn, wenn du dein Kind auf jugendgerechte Medien, in denen Themen zur Sexualität bearbeitet und Fragen beantwortet werden, hinweist und diese zur Verfügung stellst.

Beispiele hierfür sind:

Zudem können andere Vertrauenspersonen und ältere Geschwister Ansprechpersonen bei aufkommenden Fragen sein.

Weitere Tipps findest du bei www.klicksafe.de

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