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Beim Kopieren kann es zu Verletzungen von geistigem Eigentum kommen – das muss aber nicht sein. Das Wort „Plagiat“ bezeichnet die – in der Regel rechtswidrige – Übernahme fremden geistigen Eigentums.

„Kopieren“ist ein umgangssprachlicher Begriff und bedeutet erst einmal nur, dass du zum Beispiel etwas aus einem fremden Text oder Video übernimmst oder aber ein Bild oder ein Design kopierst.

Im Urheberrechtsgesetz etwa nennt man das „Vervielfältigen“. Beide Begriffe sagen aber noch nichts darüber aus, ob dies aus rechtlicher Sicht erlaubt ist. Das ist es nämlich, wenn du zum Beispiel eine Lizenz des Rechteinhabers hast oder wenn du dich auf eine gesetzliche Berechtigung wie das Zitatrecht berufen kannst. In beiden Fällen musst du in der Regel aber den Urheber nennen.

„ Plagiat“ ist ebenfalls ein umgangssprachlicher Begriff: Jemand gibt fremdes geistiges Eigentum als sein eigenes aus. Letztlich meint man damit aber häufig auch eine Verletzung fremden geistigen Eigentums, meist des Urheberrechts. Wenn ich beispielsweise konkrete Sätze von anderen wörtlich in meiner Doktorarbeit übernehme, ohne die Urheberin oder den Urheber zu nennen, ist das eine urheberrechtsverletzende Vervielfältigung.

Übernehme ich aber nicht die konkrete Formulierung, sondern nur einen fremden Gedankengang, ist das keine Urheberrechtsverletzung. Handelt es sich dabei um eine wissenschaftliche Arbeit, kann das trotzdem viele weitere rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen: Wer bei einer Arbeit für eine Hochschule eine eidesstattliche Versicherung unterschrieben hat, kann sich strafbar machen, wenn er dabei gelogen hat. Außerdem drohen hochschulrechtliche Konsequenzen – schlimmstenfalls die Aberkennung des universitären Abschlusses oder die Exmatrikulation.

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