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Mit dem Lock-in-Effekt (von englisch „lock in“, einschließen) wollen Hardware- und Software-Hersteller eine starke und langfristige Kundenbindung erreichen. Nutzerinnen und Nutzer sollen sich so an die eigenen Geräte gewöhnen, dass sie nicht mehr zu den Produkten anderer Hersteller wechseln wollen.

Im Bereich von Software lassen sich solche Lock-in-Effekte beispielsweise durch bestimmte Dateiformate herbeiführen, die nur mit der Software einer bestimmten Firma zu öffnen sind.

Auch Hardware-Vorgaben wie Formen von Anschlüssen, die nur Geräte einer bestimmten Firma haben, gehören dazu.

Die Firma Apple gilt im Hardware- und Software-Bereich als Paradebeispiel für die Lock-in-Strategie. So nutzen ausschließlich Geräte von Apple den Lightning-Anschluss, beispielsweise bei Ladegeräten für iPhones oder iPads. Smartphones anderer Hersteller lassen sich mit den Ladegeräten nicht aufladen. Zudem setzt Apple auf eigene Standards, wie zum Beispiel AirPlay zum drahtlosen Übertragen von Daten. Besitzerinnen und Besitzer von iPhones sollen damit beispielsweise beim Kauf eines neuen Computers dazu animiert werden, wieder ein Apple-Gerät zu erwerben statt das eines anderen Herstellers.

Diese geschlossenen Systeme bewirken eine starke Bindung der Kundinnen und Kunden und machen einen „Ausstieg“ und Wechsel schwierig. Bei sozialen Medien spricht man von Lock-in-Effekten, weil es schwer oder unmöglich ist, Profildaten auf andere Plattformen zu übertragen – die Folge ist, dass es Userinnen und Usern, die sich auf einer Plattform „heimisch“ fühlen, schwerfällt, eine Alternative auszuprobieren.

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