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Die algorithmische Selektion entscheidet über die Auswahl der Medienangebote, die Nutzenden von Medienintermediären vorgeschlagen werden. Medienintermediäre haben folglich einen großen Einfluss auf die Meinungsbildung. Denn sie werden täglich von unzähligen Nutzenden als Informationsquelle genutzt.

Die Medienangebote sind vielfältig und Tag für Tag kommen neue hinzu. Dabei ist es für die Nutzerinnen und Nutzer schwierig, den Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten zu behalten.

Deshalb setzen verschiedene Systeme und Anbieter auf Algorithmen, die die Zusammenstellung der Angebote für Verbraucherinnen und Verbraucher übernehmen. Sie suchen aus der Gesamtheit aller Medienangebote die passenden aus und stellen anschließend die Ergebnisse zur Verfügung. Die Auswahl basiert auch auf dem Surfverhalten der einzelnen Personen. Jeder Klick und jede Aktion werden dabei beachtet, um das bestmögliche Ergebnis für die Person anzuzeigen. Die algorithmische Selektion wird beispielsweise bei der Google-Suchmaschine, bei der Zusammenstellung von Nachrichten und bei sozialen Netzwerken verwendet.

Durch die Selektion haben Algorithmen einen großen Einfluss auf die Meinungsbildung. Die Nutzerinnen und Nutzer sehen nur die ihnen vorgeschlagenen Angebote und werden kaum andere nutzen.

Damit die algorithmische Selektion tatsächlich alle Angebote fair behandelt, sind in Bezug auf Medienintermediäre Regelungen im Medienstaatsvertrag (MStV) festgehalten. Die Anbieter müssen sich verpflichten, dass die Algorithmen keine Angebote diskriminieren und dass sie nach festgelegten Auswahlkriterien aussuchen.

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