Zunächst kannst du versuchen, die eigene Mediennutzung zu regulieren. Wenn das nicht gelingt, gibt es neben Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen weitere Einrichtungen, die dir dabei helfen können.
Achtung: Internetsucht ist keine offiziell anerkannte Krankheit. Dies sollte man hier im Hinterkopf behalten. Dennoch kann es problematisches Verhalten im Umgang mit digitalen Geräten, Spielen und dem Internet geben. Dann spricht man umgangssprachlich von Sucht oder Abhängigkeit.
Bemerkst du bei dir selbst oder deinem Kind solche problematischen Tendenzen, die für eine exzessive Internetnutzung sprechen, kannst du in einem ersten Schritt versuchen, selbst die Internetnutzung zu regulieren beziehungsweise zu reduzieren. Dabei helfen beispielsweise vorab festgelegte Mediennutzungszeiten, die eingehalten werden müssen. Dazu kannst du auch technische Einstellungsmöglichkeiten und Apps oder Programme benutzen, die dich an Pausenzeiten erinnern oder sogar zu bestimmten Zeiten oder nach längerer Nutzungszeit bestimmte Anwendungen sperren. Es hilft auch zu beobachten, wann und warum du das Smartphone nutzt. Nutzt du das Gerät zum Beispiel eher dafür, um dich von Problemen oder Pflichten abzulenken? Zusätzlich kannst du das Smartphone und andere digitale Medien aus dem Schlafzimmer oder vom Mittagstisch verbannen. So findest du womöglich wieder mehr Zeit für nicht digitale Unternehmungen im Alltag. Unterwegs empfiehlt es sich, das Smartphone in den Rucksack oder die Tasche zu packen, damit du nicht ständig dazu verleitet wirst, regelmäßig einen Blick darauf zu werfen. Du könntest dir auch eine Eieruhr stellen und, während diese läuft, versuchen, das Smartphone bewusst nicht zu nutzen.
Wenn damit keine Besserung eintritt, gibt es Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen sowie therapeutische Einrichtungen, die dir dabei helfen, die exzessive Mediennutzung zu reduzieren. Über die folgende Internetseite kannst du passende Hilfsangebote in deiner Nähe finden: www.computersuchthilfe.info
Unter www.klicksafe.de findest du weitere Infos.