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Wenn das Spielen von Online-Games zunehmend den Alltag ohne Internet verdrängt, besteht eine erhöhte Suchtgefahr.

Um herauszufinden, ob es sich um eine Online-Spielsucht handelt, kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Was passiert, wenn ich mal einen Tag lang nicht zocke? Werde ich nervös, unsicher, aggressiv oder gereizt?
  • Würde ich am liebsten auf Schlaf, Essen, Schule und andere „Ablenkungen“ verzichten, um immer zocken zu können?
  • Welche Hobbys hatte ich früher? Vernachlässige ich diese und meine Freunde? Lasse ich Schulaufgaben liegen und lerne nicht für Tests, um zocken zu können?
  • Warum mache ich das? Zum Beispiel: Verdränge ich damit andere Probleme, fühle ich mich nur beim Spielen kompetent und selbstbewusst?

Wenn du bei der Beantwortung dieser Fragen bemerkst, dass du den Alltag trotz des Spiels gut meistern kannst und nicht darunter leidest, so viel zu spielen, kann es für dich auch einfach nur ein Hobby sein.

Kommen andere Beschäftigungen wie Zeit mit der Familie, Freunde treffen, Hobbys oder auch Hausaufgaben jedoch über einen längeren Zeitraum zu kurz, solltest du deine Mediennutzung überdenken. Wenn es dir schwerfällt, die eigenen Medienzeiten zu reduzieren, lohnt es sich, Hilfe anzunehmen. Vertrauenslehrerinnen und Vertrauenslehrer, Eltern sowie Beratungsstellen sind dafür gute Ansprechpartner.

Eine Diagnose stellen kann allerdings nur eine Ärztin oder ein Arzt beziehungsweise eine Therapeutin oder ein Therapeut. Du kannst also auch deine Hausärztin oder deinen Hausarzt um Hilfe bitten.

Fokus Internetsucht

Internetsucht ist keine anerkannte Krankheit. Dennoch kann es problematisches Verhalten im Umgang mit digitalen Geräten, Spielen bzw. dem Internet geben. Dann spricht man umgangssprachlich von Sucht oder Abhängigkeit, in der Fachsprache auch von "exzessiver Nutzung". Weil es sich nicht um eine anerkannte Krankheit handelt, gibt es auch keine festgeschriebenen Anzeichen für eine Internet- bzw. Mediensucht. Trotzdem gibt es Indikatoren, die - wenn sie zusammen und gehäuft auftreten - darauf schließen lassen, dass jemand Hilfe braucht. Dazu gehören z.B. Kontrollverlust, Entzugserscheinungen oder das Vernachlässigen sozialer Kontakte.

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