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Leider kann man es kaum verhindern, solche Nachrichten zu bekommen. Manchmal jedoch bieten dir und deinem Kind die Netzwerke gewisse Einstellungsmöglichkeiten an, damit man nicht von Fremden kontaktiert werden kann.

Niemand sollte unangenehme Personen in seinem sozialen (Online-)Umfeld aushalten müssen. Nur leider lassen sich solche Begegnungen nur selten vollständig vermeiden.

Manche Netzwerke und Plattformen bieten zumindest einige Einstellungsmöglichkeiten, die helfen können, unerwünschte Personen und Nachrichten einzuschränken:

  • Bekommt dein Kind anzügliche oder unerwünschte Nachrichten geschickt, sollte es darauf nicht reagieren beziehungsweise antworten.
  • Es kann die Person entweder zuerst blockieren, sodass die fremde Person dein Kind nicht mehr direkt kontaktieren kann und keinen Zugriff auf dessen Profil mehr hat.
  • Oder es kann die Person direkt melden, damit der Anbieter den Account dieser Nutzerin oder dieses Nutzers sperrt, wenn die Person häufiger solche Nachrichten oder Kommentare versendet und dies dem Anbieter ebenfalls gemeldet wird.
  • Handelt es sich bei dem Inhalt der Nachrichten um rechtswidrige Inhalte, Beleidigungen oder pornografische Darstellungen (dazu zählen zum Beispiel auch sogenannte „Dickpics“, also Penisbilder), kann man außerdem die Polizei einschalten und Anzeige erstatten.
  • Es ist auch wichtig, regelmäßig im eigenen Profil die Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen. Diese sind oftmals standardmäßigauf öffentlich eingestellt. Das heißt, jede Nutzerin und jeder Nutzer kann die Inhalte vom Profil deines Kindes einsehen oder direkt Kontakt aufnehmen. Um das zu vermeiden, sollte der Account von deinem Kind auf privateingestellt werden. So können nur als Freunde angenommene Kontakte sich mit deinem Kind austauschen. Manchmal können nach Updates diese Einstellungen wieder automatisch auf den Standard („öffentlich“) umgestellt sein. Deswegen sollte man hier regelmäßig überprüfen, ob das Profil noch auf „privat“ eingestellt ist.
  • Manche Apps verfügen auch über eine Art begleitendenModus, über den du die Nutzung der App durch dein Kind einschränkenkannst. Zum Beispiel verfügt die Plattform TikTok über einen solchen Modus, um Kinder vor fremden und unangemessenen Kontaktaufnahmen zu schützen. Hier kannst du unter anderem einrichten, dass dein Kind nur von Freunden kontaktiert werden kann beziehungsweise Videos mit diesen austauschen kann. Private Nachrichten können komplett deaktiviert werden. Der Modus filtert auch nicht altersgerechte Videos heraus.

Zusätzlicher Tipp:

  • In sozialen Netzwerken gibt es Bots. Diese kleinen Computerprogramme werden von Menschen erstellt und sehen zunächst wie ein normaler Account aus – allerdings verfolgen ihre Ersteller ein bestimmtes Ziel. Zum Beispiel politischen Meinungen mehr Aufmerksamkeit zu geben oder Menschen auf Bezahlseiten, zum Beispiel auch auf Pornoseiten mit Bezahl-Content, zu locken.
  • Bots sind jedoch generell auf Instagram und in vielen anderen sozialen Netzwerken verboten oder nur sehr eingeschränkt erlaubt (zum Beispiel haben manche Firmen Antwortbots, die auf häufig gestellte Fragen reagieren können – diese sind manchmal erlaubt).
  • Bekommt dein Kind zum Beispiel Einladungen in große Gruppen mit dem Verweis auf anzügliche Bilder, sollte man das Profil melden und als Grund dafür angeben, dass es sich um einen Bot handelt. Diese Profile werden meist schnell gelöscht. Leider entstehen genauso schnell auch wieder neue Bots

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