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Du kannst mit deinem Kind die Spielrunden in Among Us auf „privat“ einstellen. Dabei wird ein Zugangscode für die Spielsitzung erstellt, der an Freunde weitergeleitet werden kann. So bleiben fremde Personen von der Runde ausgeschlossen und dein Kind spielt ausschließlich mit ihm bekannten Personen.

Among Us ist ein beliebtes Online-Spiel, bei dem bis zu zehn Spielerinnen und Spieler sich im Spiel absprechen müssen und daher auch Kontakt zueinander aufnehmen können.

Wenn dein Kind ein öffentliches Spiel spielt, kann es sich mit Personen in diesem Raum treffen und mit ihnen chatten. Da hier auch fremde Personen beitreten können, ist dein Kind vor potentiellen Gefahren, die von fremden Personen ausgehen können, nicht geschützt.

Du kannst zwar Zensurfilter für das Ausblenden von anstößiger Sprache im Chat einstellen, jedoch bietet dieser Filter keinen hundertprozentigen Schutz. Es gibt Wörter, die vom Filter nicht erfasst werden können. Trotz dieser Funktion ist es möglich, dass dein Kind unpassenden Inhalten ausgesetzt ist.

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Abgesehen von dem Zensurfilter bietet Among Us gibt es keine integrierten Sicherheitsfunktionen.

Wenn eine fremde Person dein Kind im Spiel belästigt, ist der Host der Runde die einzige Person, die diese Person entfernen kann. Das heißt, alle Spieler müssen sich auf das Ergreifen von Maßnahmen durch den Host verlassen, wenn ein Problem auftaucht.

Zur Sicherheit kannst du auch präventiv Regeln mit deinem Kind vereinbaren. Diese könnten sein:

  • Nur private Spielrunden: Dein Kind darf (vorerst) nur mit Bekannten spielen und nicht an öffentlichen Runden teilnehmen.
  • Persönliche Daten geheim halten: Besprich mit deinem Kind die potentiellen Risiken, die durch die Kontaktaufnahme durch fremde Mitspieler entstehen. Dein Kind sollte insbesondere private Informationen niemandem preisgeben.
  • Über Risiken sprechen: Besprich mit deinem Kind neben den potentiellen Risiken einer Kontaktaufnahme durch Fremde auch mögliche Bewältigungsstrategien für den Umgang mit einer solchen Situation. Zur Unterstützung dieses Gesprächs findest du geeignete Artikel in den Link-Tipps.
  • Beschwerdestellen im Internet: Auf jugendschutz.netund internet-beschwerdestelle.dekannst du online Beschwerde einreichen.
  • Anzeige bei der Polizei: Cyber-Grooming ist nach §§ 176a und 176b StGB strafbar und kann somit zur Anzeige gebracht werden. Dafür sind Beweise zwingend notwendig, daher solltet ihr unbedingt Beweise sichern. Seit Januar 2020 ist bereits der Versuch strafbar, Kinder mit einer Missbrauchsabsicht zu kontaktieren.

Cybergrooming-Quiz

Egal ob in sozialen Netzwerken oder Online-Spielen – im Internet gehört der Kontakt zu Fremden für Kinder häufig zum Alltag. Das macht es Tätern einfach, sich unerkannt an Kinder heranzumachen. Pädophile Übergriffe im Internet nennt man auch Cybergrooming. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass Kinder und Eltern über Cybergrooming aufgeklärt werden und sich schützen können. Dazu haben wir neben dem Video „Gemeinsam gegen Cybergrooming“ auch ein Quiz erstellt, bei dem Kinder und Eltern ihr Wissen testen können.

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