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Sofern Sexting im vertrauensvollen Einverständnis zwischen den beteiligten Personen stattfindet und in diesem Rahmen bleibt, ist Sexting unproblematisch. Jedoch bleibt ein Risiko bestehen, dass sich die intimen Inhalte doch unkontrolliert im Netz verbreiten können.

Wenn die Rahmenbedingungen geklärt sind und Sexting im gegenseitigen Einverständnis stattfindet, bleibt der intime Austausch unproblematisch.

Wichtig ist, dass alle Beteiligten im Vorhinein zugestimmt haben. Bekommt jemand ungewollt zum Beispiel sogenannte Dickpics (Penisbilder), kann der Versender angezeigt werden. Doch auch bei einvernehmlichem Sexting kann man nie gänzlich die möglichen Risiken ausschließen, die gravierende Folgen haben können.

Es ist möglich, dass die intimen Inhalte entweder gezielt oder auch aus Versehen an Dritte gelangen. Im Internet und über soziale Medien und Messenger können sich so intime Aufnahmen rasend schnell verbreiten. Sie werden dann zunächst für die Personen zum Problem, die auf den Aufnahmen zu sehen sind. Denn häufig werden diese Personen dann mit den Inhalten bloßgestellt und zum Ziel von Lästereien oder sogar Cybermobbing.

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In jedem Fall handelt es sich um einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht, wenn vertraulich zugeschicktes, persönliches Bildmaterial verbreitet wird. Grundsätzlich ist das Verbreiten von Bildern und Videos, auf denen Personen erkennbar sind, strafbar, wenn diese nicht ihr Einverständnis gegeben haben. Das regelt das Recht am eigenen Bild. Auch wenn man Inhalte verbreitet, an denen man nicht das Urheberrecht hat, kann man sich strafbar machen.

Sind die Aufnahmen pornografisch das ist zum Beispiel der Fall, wenn Geschlechtsteile im Vordergrund stehen, eine Person erotisch posiert oder Selbstbefriedigung oder Sex zu sehen ist und sind darauf Minderjährige zu sehen, dann ist bereits der Besitz dieser Inhalte strafbar. Es handelt sich dann um Jugendpornografie.

Wer solche Inhalte (unfreiwillig) zugeschickt bekommt (zum Beispiel in einer Chatgruppe), für den wird es dann gefährlich, denn man macht sich durch den Besitz strafbar. Auch das Weiterleiten solcher Inhalte ist nach § 184c StGB strafbar. Zulässig ist das Versenden oder der Besitz solcher Inhalte nur für die freiwillig direkt am Sexting Beteiligten ab 14 Jahren.

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