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Beispielsweise vernachlässigst du in einem solchen Fall deine sozialen Kontakte, bist im beruflichen oder schulischen Alltag weniger leistungsfähig oder kannst unter Schlafmangel leiden.

Es kann schnell passieren, dass man bei den vielen Angeboten im Netz die (Nutzungs-)Zeit vergisst. Aber deswegen ist man noch nicht „internetsüchtig“. Erst bei einer exzessiven Nutzung digitaler Medien solltest du dir Hilfe suchen.

Menschen, die das Internet und digitale Medien exzessiv nutzen oder unter einer Online-Spiele-Sucht leiden, verbringen einen Großteil ihres Alltags im digitalen Raum. Sie spielen den ganzen Tag digitale Spiele, tauschen sich rund um die Uhr mit Menschen in Online-Foren aus oder betreiben sogenanntes Binge-Watching (dabei werden alle Folgen einer ganzen Serie am Stück angeschaut).

Bei einer exzessiven Internetnutzung leiden insbesondere deine realen sozialen Kontakte. Auch dein Alltagsleben abseits des Bildschirms wird vernachlässigt (zum Beispiel dein Haushalt oder die eigene Körperhygiene). Weitere Folgen, die du dadurch erleiden kannst und die gravierend sind, können Schlafmangel und ein dadurch deutliches Absinkendeiner beruflichen oder schulischen Leistungen sein.

Allgemeine Risikofaktoren internet- und computerbezogener Anwendungen:

  • Flucht aus der Realität
  • Kompensationsmanagement (Stress, Langeweile, negative Gefühle)
  • Arbeitslosigkeit, Schulprobleme

Risikofaktoren bei digitalen Spielen:

  • Belohnungsanreize
  • Verlust des Ansehens (durch den Verlust von Leveln oder der Ausstattung des Spielcharakters aufgrund längerer Pause)
  • In-App-Käufe (von Spielgütern und In-Game-Währung)
  • Gezielte Werbung mit „Suchtfaktor“ bei jugendlichen Zielgruppen

Risikofaktoren bei sozialen Netzwerken:

  • Idealisierte Selbstdarstellung
  • Belohnung durch Aufmerksamkeit (Likes, Kommentare, Freunde und Follower)
  • Selbstwerterhöhung
  • Angst, etwas zu verpassen (Fear Of Missing Out, kurz: FOMO)
  • Ständige Erreichbarkeit

Weitere Infos:

Fokus Internetsucht

Internetsucht ist keine anerkannte Krankheit. Dennoch kann es problematisches Verhalten im Umgang mit digitalen Geräten, Spielen bzw. dem Internet geben. Dann spricht man umgangssprachlich von Sucht oder Abhängigkeit, in der Fachsprache auch von "exzessiver Nutzung". Weil es sich nicht um eine anerkannte Krankheit handelt, gibt es auch keine festgeschriebenen Anzeichen für eine Internet- bzw. Mediensucht. Trotzdem gibt es Indikatoren, die - wenn sie zusammen und gehäuft auftreten - darauf schließen lassen, dass jemand Hilfe braucht. Dazu gehören z.B. Kontrollverlust, Entzugserscheinungen oder das Vernachlässigen sozialer Kontakte.

Tipps gegen Internetsucht

  • Interesse für die virtuelle Welt der Kinder zeigen
  • Über die Inhalte mit dem Kind sprechen
  • Unterstütze dein Kind beim einschätzen von Risiken und Gefahren
  • Hinterfragen was das Kind fasziniert
  • Eigenes Medienverhalten hinterfragen
  • Alternativen zur Mediennutzung bieten
  • Altersgerechte Mediennutzung schaffen

Weitere Tipps findest du bei klicksafe.

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