Frage:Antwort:

Du kannst das Gespräch mit der Person suchen oder sie in einer Nachricht auf die Falschmeldung hinweisen. Außerdem sollten andere davon erfahren, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. Bleibe dabei respektvoll und sachlich und konzentriere dich auf die wichtigen Argumente.

Wenn eine vertraute Person aus dem Familien- oder Freundeskreis Falschmeldungen zur Bundestagswahl über WhatsApp verbreitet, kannst du dir zunächst überlegen, ob ein persönliches Gespräch mit der betroffenen Person möglich und sinnvoll ist. Wenn du davon ausgehst, dass diese Person die Falschmeldung aus Unkenntnis verbreitet, lohnt sich ein Gespräch auf jeden Fall.

Entscheidest du dich dafür, die Falschmeldung anzusprechen, kannst du auf folgende Punkte achten:

  • Informiere dich zunächst über das betroffene Thema.
  • Suche, wenn möglich, das persönliche Gespräch. In Chatverläufen kann es leicht zu Missverständnissen kommen.
  • Stelle offene Fragen und höre aktiv zu. Konfrontiere die betroffene Person nicht direkt mit deiner Gegenposition und Fakten.
  • Reagiere erst im späteren Verlauf des Gesprächs mit konkreteren Fragen und gib Informationen aus zuverlässigen Quellen weiter, die die Falschmeldung widerlegen.
  • Es ist wahrscheinlich, dass dein Gegenüber einige angebliche Fakten nennt, für die du keine Gegenargumente vorbereitet hast. Du kannst auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf die Person zugehen und Informationen zu diesen Aspekten nachliefern.
  • In extremen Fällen kann es auch sinnvoll sein, Hilfe und Beratung von außen zu suchen, beispielsweise wenn jemand sich und andere durch die Verbreitung von Desinformation direkt gefährdet. Hier bekommst du Unterstützung.

Entscheidest du dich dagegen, weil ein Gespräch sich schwierig gestaltet oder du keinen engen Bezug zu der Person hast, kannst du dennoch darauf reagieren und andere vor der Falschinformation schützen:

  • Schreibe der Person eine Nachricht, in der du auf die Falschmeldung hinweist.
  • Weise andere in derselben Gruppe mit einer Nachricht darauf hin, dass es sich hier um eine Falschmeldung handelt.
  • Füge einen Link zu einer Seite bei, die gesicherte Informationen liefert.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du in deiner Argumentation nicht persönlich wirst und dich auf ein paar Kernaussagen beschränkst, um die Fakten der Falschmeldung gegenüberzustellen. Bleibe freundlich und verständnisvoll.


Mehr Informationen findest du bei klicksafe:

klicksafe - Themenbereich „Desinformation und Meinungsbildung“

klicksafe - Themenbereich Fake News“

klicksafe - Themenbereich „Verschwörungstheorien“

Was bedeutet Desinformation?

Desinformation eindeutig zu definieren fällt leider immer noch schwer. Es gibt jedoch Elemente, die unumstritten sind: Es handelt sich um Informationen, die bewusst falsch gesetzt und gezielt verbreitet werden. Auch wenn es Desinformation schon vor dem Internet gab, hat ihre strukturierte Verbreitung vor allem im Zuge der Digitalisierung und dem Aufkommen von sozialen Medien besorgniserregende Ausmaße angenommen. Weitere Informationen zu dem Phänomen findest du auf der Homepage der Landesanstalt für Medien NRW.

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