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Die Verbreitung von Desinformation läuft nicht nur über Menschen. Die Meinungsmache in den sozialen Medien wird mittlerweile auch von sogenannten Social Bots gesteuert – automatisierten Programmen, die sich als Menschen ausgeben.

Der Begriff Bots leitet sich von „robots“, also zu Deutsch von „Robotern“ ab. Es handelt sich um Programme, die von einer Person geschrieben werden und dann eigenständig agieren können.

Oftmals werden sie folgendermaßen eingesetzt: Sie geben sich als Mensch aus und versuchen, auf sozialen Plattformen im Internet geführte Debatten durch Likes, Tweets oder Retweets manipulativ in eine bestimmte Richtung zu lenken. Social Bots sollen Zustimmung oder Ablehnungsimulieren und damit Debatten und Stimmungsbilder manipulieren und künstliche Reichweite generieren.

Daher stellen Bots im Rahmen von Desinformation eine zunehmende Herausforderung für Politik, Organisationen und Unternehmen dar.
Aufgrund der noch unzureichenden eindeutigen Belege für Bots sind die Plattformbetreiber auf das Melden von Desinformation und Bots durch aufmerksame Nutzerinnen und Nutzer stark angewiesen.

Die Qualität der Bots ist sehr unterschiedlich. Manche beschränken sich auf die Verbreitung von vorformulierten Mitteilungen. Andere hingegen können mit echten Nutzerinnen und Nutzern kommunizieren und dabei eigenständig neue Nachrichten generieren. So können Bots auf aktuelle Debatten in Echtzeit reagieren. Ihre Technologie hat sich in den vergangenen Jahren entsprechend rasant weiterentwickelt. Daher wird es zunehmend schwieriger, diese automatisierten Profile von realen Nutzerinnen- und Nutzer-Accounts zu unterscheiden.

Herausforderungen durch Bots:
www.planet-wissen.de/

Automatisierte Meinungsmache:
www.pwc.de/de/technologie-medien-und-telekommunikation/

Videobeitrag zu Social Bots:
www.ardmediathek.de/

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