Frage:Antwort:

Journalistinnen und Journalisten bekommen sehr viel Feedback aus dem Netz. Dadurch entstehen ein wertvoller Austausch mit dem Publikum, aber auch persönliche und redaktionelle Herausforderungen durch eine Vielzahl an Hasskommentaren.

Journalistische Redaktionen erhalten immer mehr Rückmeldungen und Feedback von Nutzerinnen und Nutzern in Foren, Kommentarbereichen oder sozialen Netzwerken. Eine Untersuchung im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW hat Tendenzen bei Online-Kommentaren erkannt. Beispielsweise werden die meisten Kommentare am ersten Tag nach Veröffentlichung geschrieben. Sowohl in sozialen Medien als auch auf der Website der Redaktionen werden viele negative Kommentare verfasst. Nur ein Drittel der Äußerungen haben einen thematischen Bezug. Sogenannte Hasskommentare stammen oft nur von einer kleinen, aber aktiven Gruppe. Für viele Redaktionen ist die Moderation oder das Löschen und Filtern dieser Kommentare angesichts mangelnder Ressourcen kaum umsetzbar, sodass in einigen Fällen Hasskommentare sogar dazu führen, dass Kommentarfunktionen komplett abgeschaltet werden.

Was versteht man unter Hate Speech?

Der Begriff "Hate Speech" stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Hassrede. Hassrede beschreibt abwertende, menschenverachtende und volksverhetzende Sprache und Inhalte, durch die die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten werden. Die Menschenwürde gilt jedoch immer und überall, auch im Internet. Als Einzelne oder Einzelner und auch als Gesellschaft muss deshalb etwas gegen Hassrede unternommen werden. Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat Informationen dazu hier zusammengetragen.

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