Frage:Antwort:

Erhältst du ungewollt anzügliche Bilder, begeht die Absenderin oder der Absender dieser Bilder unter Umständen eine Straftat. Du kannst sowohl online wie offline Hilfe suchen und entscheiden, wie du damit umgehst.

preview-image-RYrPxfpBjNk

Wenn die versendeten Bilder pornografisch sind (also wenn Geschlechtsteile im Vordergrund stehen, wenn Sex oder Selbstbefriedigung zu sehen ist), ist das Versenden dieser Bilder an Empfängerinnen oder Empfänger, die vorher nicht ihre Einwilligung dazu gegeben haben, strafbar. Das kann man in § 184 StGB nachlesen. Hierzu zählen auch Dickpics (Penisbilder).

Was du nun tun kannst:

  • Beweise sichern: Auch wenn man diese Bilder schnellstmöglich wieder von seinem Endgerät löschen möchte, dienen sie zur Beweissicherung. Für eine Anzeige sind Beweise unabdingbar.
  • Anzeige bei der Polizei erstatten: Du kannst allein oder gemeinsam mit einer Vertrauensperson zur Polizei gehen, die pornografischen Bilder dort zeigen und Anzeige gegen die Täterin oder den Täter erstatten.
  • Online gegen Dickpics vorgehen: Du hast ungewollt Dickpics erhalten? Dann kannst du mit Hilfe von Dickstinction online gegen den Absender vorgehen oder mit Dickpic-Locator herausfinden, wo das Bild aufgenommen wurde: Bei Dickstinction wirst du bei einer Anzeige gegen den Täter unterstützt. Dazu musst du nur das Bild hochladen. Mit dem Dickpic-Locator kannst du ermitteln, woher das Bild stammt. Auf den Seiten muss das jeweilige Bild hochgeladen werden.
  • Täterinnen oder Täter zur Rede stellen: Wenn du dich damit wohlfühlst, kannst du den Täterinnen oder Tätern auch direkt sagen oder schreiben, was du von ihrem Verhalten hältst oder dass sie sich damit strafbar machen.
  • Mit jemandem darüber sprechen: Leider sind solche Bilder keine Seltenheit. Du bist also nicht allein. Falls du mit jemandem über das Erlebte reden möchtest, kannst du dich online an die Nummer gegen Kummer wenden. Auch offline kannst du dir natürlich Hilfe holen. Sprich zum Beispiel mit deinen Freundinnen und Freunden darüber oder wende dich an eine dir vertraute Person. Ihr könnt dann gemeinsam überlegen, was du am besten tun kannst.

Ein Video, in dem verschiedene Strategien zum Umgang mit einer solchen Situation vorgestellt werden, gibt es zum Beispiel bei Handysektor.

preview-image-zPrU-zZ8OpI

War diese Antwort hilfreich?

UND ERHALTE INNERHALB VON 24 STUNDEN EINE ANTWORT ZU DEINEM DIGITALEN ALLTAG UND MEDIEN

STELL UNS DEINE FRAGE