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Von Internetsucht spricht man meist umgangssprachlich im Zusammenhang mit exzessiver Internetnutzung beziehungsweise einer exzessiven Nutzung von Online-Anwendungen.

Achtung: Internetsucht ist keine anerkannte Krankheit. Dies sollte man im Hinterkopf behalten.

Dennoch kann es problematisches Verhalten im Umgang mit digitalen Geräten, Spielen beziehungsweise dem Internet geben. Dann spricht man umgangssprachlich von Sucht oder Abhängigkeit.

Wenn „online sein“ schleichend zum Lebensmittelpunkt wird und alltägliche Aufgaben, Hygiene, Freunde und Hobbys vernachlässigt werden, liegen Anzeichen für eine problematische Nutzung vor. Den Betroffenen fällt es häufig schwer, die Internetnutzung in Zeit und Umfang zu kontrollieren. Zudem können Offline-Aktivitäten zu innerer Unruhe, Gereiztheit und Aggressivität führen. Nicht immer spielt hierbei eine ausgedehnte Nutzungszeit eine Rolle, immer jedoch ein Kontrollverlust bei dem Gedanken, auf das Internet beziehungsweise den Umgang mit bestimmten Inhalten verzichten zu müssen. Häufig wird versucht, die Sucht anderen gegenüber herunterzuspielen.

Betroffene und Angehörige können sich an örtliche Beratungsstellen oder Therapeuten wenden. Wichtig ist dabei zu wissen, dass Beratungsstellen immer kommunal organisiert sind. Wende dich also an die Stelle, die für dich zuständig ist. Unter dem Dach der Landschaftsverbände LVR und LWL finden sich die meisten klinisch-therapeutischen Einrichtungen.

Weitere Infos:

Fokus Internetsucht

Internetsucht ist keine anerkannte Krankheit. Dennoch kann es problematisches Verhalten im Umgang mit digitalen Geräten, Spielen bzw. dem Internet geben. Dann spricht man umgangssprachlich von Sucht oder Abhängigkeit, in der Fachsprache auch von "exzessiver Nutzung". Weil es sich nicht um eine anerkannte Krankheit handelt, gibt es auch keine festgeschriebenen Anzeichen für eine Internet- bzw. Mediensucht. Trotzdem gibt es Indikatoren, die - wenn sie zusammen und gehäuft auftreten - darauf schließen lassen, dass jemand Hilfe braucht. Dazu gehören z.B. Kontrollverlust, Entzugserscheinungen oder das Vernachlässigen sozialer Kontakte.

Tipps gegen Internetsucht

  • Interesse für die virtuelle Welt der Kinder zeigen
  • Über die Inhalte mit dem Kind sprechen
  • Unterstütze dein Kind beim einschätzen von Risiken und Gefahren
  • Hinterfragen was das Kind fasziniert
  • Eigenes Medienverhalten hinterfragen
  • Alternativen zur Mediennutzung bieten
  • Altersgerechte Mediennutzung schaffen

Weitere Tipps findest du bei klicksafe.

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