Frage:Antwort:

Wenn du selbst Hassrede erlebst, gibt es verschiedene rechtliche Möglichkeiten: Ein Weg ist eine Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft.

Mit der Einführung der Meldepflicht im Februar 2022 müssen soziale Netzwerke sogar einige strafbare Posts nicht nur löschen, sondern auch an das Bundeskriminalamt (BKA) melden. Damit wird die strafrechtliche Verfolgung erleichtert.

„Mit dem 2017 in Kraft getretenen Netzwerkdurchsetzungsgesetz müssen soziale Netzwerke prüfen, ob gemeldete Inhalte den jeweils angegebenen Straftatbestand erfüllen, zum Beispiel Beleidigung, Verleumdung usw. Sie müssen strafbare Inhalte innerhalb einer Frist von maximal 7 Tagen prüfen und gegebenenfalls löschen.“


Außerdem würde ich die Möglichkeit der Auskunftssperre im Melderegister vor dem letzten Satz mit einem komplett neuen Abschnitt ergänzen:
Hast du Angst, dass Hassredner deinen Wohnort ausfindig machen, kannst du mit der Gesetzesänderung ab sofort eine Auskunftssperre im Melderegistereinrichten lassen.

Deine Adresse kann nämlich bei der Meldebehörde jederzeit abgerufen werden, beispielsweise von Adressbuchverlagen oder der Bundeswehr, jedoch auch von Privatpersonen. Das dient normalerweise zum Beispiel dazu, vermisste Freundinnen, Freunde oder Familienangehörige ausfindig zu machen.

Wenn du aber von Bedrohungen, Beleidigungen oder unbefugten Nachstellungen betroffen bist, kannst du eine Auskunftssperre im Melderegister beantragen. Dadurch verhinderst du, dass deine Adresse einfach so an Privatpersonen übermittelt werden kann.

Durch die Auskunftssperre muss die entsprechende Meldebehörde zuerst Rücksprache mit dir halten, ob diese Auskunft eine Gefahr für dich darstellt. Wenn dies der Fall sein sollte, wird deine Adresse nicht weitergegeben und dein Aufenthaltsort geschützt.

Wenn du betroffen bist, kannst du ein Beschwerde Formular bei den sozialen Netzwerken ausfüllen und den Vorfall melden. Meist geht das über die Funktion Melden in direkter Nähe zu einem Beitrag oder Kommentar. In den meisten sozialen Netzwerken kannst du Kommentare unter deinen eigenen Beiträgen auch löschen. Mach am besten vorher ein Bildschirmfoto, für den Fall, dass du es später als Beweis brauchst.


Hast du Angst, dass Hassredner deinen Wohnort ausfindig machen, kannst du mit der Gesetzesänderung ab sofort eine Auskunftssperre im Melderegister einrichten lassen.
Deine Adresse kann nämlich bei der Meldebehörde jederzeit abgerufen werden, beispielsweise von Adressbuchverlagen oder der Bundeswehr, jedoch auch von Privatpersonen. Das dient normalerweise zum Beispiel dazu, vermisste Freundinnen, Freunde oder Familienangehörige ausfindig zu machen.

Wenn du aber von Bedrohungen, Beleidigungen oder unbefugten Nachstellungen betroffen bist, kannst du eine Auskunftssperre im Melderegister beantragen. Dadurch verhinderst du, dass deine Adresse einfach so an Privatpersonen übermittelt werden kann. Durch die Auskunftssperre muss die entsprechende Meldebehörde zuerst Rücksprache mit dir halten, ob diese Auskunft eine Gefahr für dich darstellt. Wenn dies der Fall sein sollte, wird deine Adresse nicht weitergegeben und dein Aufenthaltsort geschützt.

Du kannst Hassreden auch unkompliziert bei der Landesanstalt für Medien NRW melden.

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Tipps gegen Hate Speech

  • AKTIV WERDEN!
  • RESPEKT IM NETZ!
  • GRENZEN SETZEN!
  • GENAU HINSEHEN!
  • SCHÜTZE DICH SELBST!
  • HILFE HOLEN!

Weitere Tipps gegen Hassrede gibt es bei klicksafe.


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