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Es gibt keinen bestimmten Zeitpunkt, zu dem Kinder alt genug sind, um WhatsApp zu nutzen. Es gibt allerdings einige Einstellungen und Hinweise, mit denen der Einstieg erleichtert werden kann. Zudem gibt es Vorgaben in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der App.

WhatsApp verlangt von Nutzerinnen und Nutzern, mindestens 16 Jahre alt zu sein. Die Nutzung ist jedoch auch möglich, wenn Eltern (oder Erziehungsberechtigte) ihren Kindern diese schon früher erlauben.

WhatsApp ist von der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) mit dem Alterskennzeichen „ab 0 Jahren“ gekennzeichnet worden. Jedoch gibt es einige Gefahren, die du vor der ersten Nutzung mit deinem Kind besprechen und beachten kannst:

  • In WhatsApp kann dein Kind von Fremden kontaktiert werden. Meist ist nicht gleich klar, ob es sich um Freunde handelt, deren Nummer dein Kind nicht in den eigenen Kontakten abgespeichert hat, oder tatsächlich um Fremde. Dein Kind sollte wissen, wie es mit einer solchen Situation umgehen kann, und die Funktion „blockieren“ kennen.
  • Kettenbriefe stellen ein großes Problem dar. Sie verängstigen Kinder und fordern sie möglicherweise auf, Internetseiten mit unangemessenen Inhalten zu besuchen. Hinter diesen können sich auch Kostenfallen oder Viren verbergen. Kettenbriefe sollten daher nicht weitergeleitet werden und Links besonders dann nicht angeklickt werden, wenn sie etwas besonders Tolles versprechen. Als Elternteil kannst du die Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter einrichten, um Abofallen zu vermeiden, und eine Anti-Viren-App zum Schutz des Geräts und der Daten installieren.
  • Um dein Kind bei der Nutzung von WhatsApp zu unterstützen, ist es wichtig, ein vertrauensvolles Verhältnis zu pflegen. Statt einer Überwachung der Chats solltest du regelmäßig das Gespräch über die aktuelle Nutzung suchen. Du solltest betonen, dass du gerne hilfst, wenn es zu Problemen kommt, und in diesen Fällen auch nicht bestrafen möchtest.
Statt einer Überwachung der Chats solltest du regelmäßig das Gespräch über die aktuelle Nutzung suchen.
  • Immer wieder kommt es insbesondere in Gruppenchats zu Streit, im schlimmsten Fall sogar zu Mobbing. Streit sollte möglichst immer persönlich, außerhalb der digitalen Welt geklärt werden. Es ist wichtig, dass du als Elternteil von dir aus ansprichst, dass du gerne hilfst, falls dein Kind ständig im Netz geärgert wird. Bei Mobbing schämen sich Betroffene meist und sprechen die Situation nicht selbst an.
  • Dein Kind sollte das Recht am eigenen Bild und das Urheberrecht beachten: also nur Bilder veröffentlichen, wenn alle Beteiligten einverstanden sind. Bei Bildern, auf denen andere Personen zu sehen sind, müssen diese gefragt werden. Ebenso müssen Fotografinnen und Fotografen gefragt werden, bevor ihre Bilder (erneut) veröffentlicht werden.
  • Was einmal im Netz ist, verschwindet so leicht nicht wieder. Dein Kind sollte sich dessen bewusst sein und nur Inhalte verschicken oder im Status veröffentlichen, die ihm später nicht unangenehm sind.

Das sind sehr viele Punkte, die Kinder sicher nicht von Beginn an vollständig beherrschen. Daher lohnt sich ein langsamer Einstieg in WhatsApp. Vielleicht kommuniziert dein Kind zunächst nur mit der Familie.

Zudem solltest du vor der Nutzung die Privatsphäre-Einstellungen einsehen und einstellen. Dazu öffnest du in WhatsApp die Einstellungen. Unter „Account“ findest du die Einstellungen zum „Datenschutz“. Hier kann zum Beispiel festgelegt werden, wer das Profilbild und den Status sehen kann. Auch kann man die Lesebestätigungen ausstellen. Das nimmt deinem Kind den Druck, sofort antworten zu müssen, wenn es eine Nachricht gesehen hat.

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