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Ob die Apps Facebook, WhatsApp und Instagram Gespräche mithören, ist bereits häufig untersucht worden. Mittels vieler anderer Daten bekommen sie jedoch eine Menge an Informationen über deine Interessen und deine Kontakte. Diese Informationsdichte kannst du verringern.

Die App Instagram gehört seit 2012 zu Facebook, WhatsApp seit 2014. Der Facebook-Konzern steht immer wieder in der Kritik, intransparent mit den Daten der Nutzerinnen und Nutzer umzugehen.

Ein Vorwurf ist, dass Facebook unbemerkt Gespräche mithört, aufzeichnet und auswertet. Bisher konnte nicht bewiesen werden, dass die Facebook-Apps ihre Nutzerinnen und Nutzer abhören, es ist umgekehrt sogar unwahrscheinlich.

Technisch wäre es zwar möglich, gezielt Informationen aus Gesprächen zu erhalten, jedoch ist dies aufwendig und erfordert viel Rechenleistung. Der Handyakku wäre zu schnell leer und es würden große Datenmengen entstehen. Auch könnte eine solche Datenmenge vom Unternehmen kaum bewältigt werden.

Die Facebook-Apps (Facebook, WhatsApp, Instagram) wurden bereits mehrfach wissenschaftlich untersucht. Eine Abhörfunktion, die Gespräche aufnimmt, konnte bisher nicht gefunden werden. Für Facebook ist es zudem nicht notwendig, Gespräche mitzuhören. Der Facebook-Konzern hat bereits viele Daten seiner Nutzerinnen und Nutzer. Diese entstehen durch freiwillige Angaben bei Facebook und Instagram. Aber auch durch die Einbindung von Facebook-Cookies auf anderen Webseiten oder in Apps.

Auch bei WhatsApp werden Daten wie Senderinnen und Sender, Empfängerinnen und Empfänger, Datum und Größe von Nachrichten ausgewertet und gespeichert. Dadurch können die Aktivitäten von Nutzerinnen und Nutzern im Netz nachvollzogen und somit passgenaue Werbung geschaltet werden. Um das zu verhindern, empfiehlt es sich auf Webseiten, nur notwendige Cookies anzunehmen sowie regelmäßig die Cookies aus dem Browser zu löschen.

Facebook weiß von vielen Menschen, wen sie jeweils kennen, bekommt mit, wo sich diese Personen aufhalten, und merkt unter Umständen ebenfalls, wenn diese Personen auch im realen Leben aufeinandertreffen. So kann zum Beispiel ein Kauf bestimmter Waren über das Gerät deines Freundes die angezeigte Werbung auf deinem Smartphone beeinflussen, ohne dass Facebook oder Instagram euer Gespräch über den Kauf deines Freundes mithören muss.


Du musst dich zwar nicht davor schützen, abgehört zu werden, aber damit Facebook, WhatsApp oder Instagram weniger Informationen über dich sammeln können, kannst du folgende Dinge tun:

  • Verwende Facebook sowie Instagram mit einer eigenen E-Mail-Adresse, auf möglichst wenigen Geräten und logge dich immer wieder aus.
  • Verwende nur notwendige Cookies und lösche regelmäßig Cookies in deinen Browsern, und zwar an allen deinen Geräten.
  • Nutze die Datenschutzeinstellungen und Werbeeinstellungen in Facebook, WhatsApp sowie Instagram, lösche Suchverläufe und verbiete dem Konzern so viel an Datensammlung, wie es dir in den Einstellungen möglich ist.

Erteile den Apps nur Berechtigungen für Funktionen, die sie benötigen. Benutzt du das Mikrofon und deinen Standort für keine Funktion in Instagram, WhatsApp oder Facebook, kannst du ihnen die Berechtigung dafür entziehen. Der Standort kann auch durch WLAN-Router in deiner Umgebung erkannt werden.

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